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China vs USA

Feuer frei im Währungskrieg

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23.08.2019 – Special Report. Die wichtigsten Notenbanker der Welt tagen in Jackson Hole. Doch während sich die Welt auf klare Aussagen der US-Notenbank in Sachen Rezession fokussiert, könnte ein ganz anderes Thema wirklich wichtig werden. China hat offenbar gezielt den Yuan gegenüber dem Dollar auf ein Elfjahrestief abgewertet. Damit werden chinesische Exporte billiger. Die USA könnten im Währungskrieg zurückschießen und dabei auch die Fed einspannen.

Yuan auf Elfjahrestief

Kein gutes Vorzeichen für die laufenden Verhandlungen im Zollstreit zwischen China und den USA: Der chinesische Yuan ist gerade auf ein frisches Elfjahres-Tief zum Dollar gerutscht. Wieder hat der Yuan die Rote Linie von 7 zum Dollar überschritten. Am gestrigen Donnerstag sank die chinesische Währung auf 7,09 zum Greenback. Wobei das Fixing des inländischen Yuan durch die chinesische Zentralbank als auch der internationale Counterpart pari liefen. Peking wertet offenbar die heimische Währung gezielt ab, um die negativen Effekte aus den US-Zöllen zu unterlaufen. Ein schwacher Yuan verbilligt die chinesischen Exporte in die USA. Wir hatten eine solche Entwicklung übrigens an dieser Stelle schon vorausgesehen.

Peking manipuliert den Yuan nach unten

Peking hat also zum einen die Druckerpresse angeworfen; zum anderen pumpt das Reich der Mitte über billige Kredite und Stimuli viele Devisen in die heimische Wirtschaft. Dass dahinter ein gewünschter politischer Schritt steckt, zeigt die Tatsache, dass die chinesische Devise stärker gegenüber dem Greenback fällt, als gegenüber anderen wichtigen Währungen, wie das Finanzblog „ZeroHedge“ urteilte. Offenbar kaufen also große chinesische Adressen gezielt Dollar und verkaufen dagegen Yuan.

Der Dollar ist überbewertet

Große Investmentbanken halten übrigens den Dollar generell für überbewertet. In einem Exkurs, der sehr schön die Möglichkeiten der USA gegen China aufzeigte, stützte die Bank of America (BoA) im Juni die wiederholten Klagen von US-Präsident Donald Trump, wonach der Dollar zu stark sei. Laut der BoA ist der Dollar verglichen mit dem Korb anderer wichtiger Währungen um 13 Prozent zu fest, wenn der langfristige Durchschnitt der Real Effective Exchange Rate (REER) herangezogen werde. Der Grund: Die US-Wirtschaft wachse schneller als die der meisten Handelspartner. Demnach bleiben drei Möglichkeiten, den Dollar zu schwächen: 1) verbale Intervention, 2) Zinssenkung, 3) direkte Intervention. 1) und 2) sind gelaufen. Bleibt 3). Dafür könne die US Treasury die New Yorker Fed anweisen, direkt einzugreifen. Was die NY Fed seit 1996 übrigens nur dreimal getan hat: 1998 kaufte sie Yen, im September 2000 kaufte sie Euro und im März 2011 erwarb sie erneut Yen.

Kommt jetzt die Intervention?

Mitte der 80er hatte übrigens der „Plaza Accord“ – so genannt nach dem Plaza Hotel in New York – mehrfach eingegriffen und den Dollar abgewertet. Mitglieder des Clubs waren die G5: USA, Deutschland, Japan, Großbritannien und Frankreich. Ist es nun wieder soweit? Standard Chartered sinnierte im Juli, die USA könnten bei einer Intervention Devisenreserven in Höhe von rund 127 Milliarden Dollar einsetzen, der Exchange Stabilization Fund (ESF) verfüge über weitere 95 Milliarden. Eine US-Intervention werde aber eine Reaktion anderer Notenbanken nach sich ziehen und den Effekt aufweichen. Zumal sich die G20-Staaten auf einen Verzicht von Abwertungen geeinigt hatten; allerdings seien Ausnahmen erlaubt.
Wir meinen: Die USA werden versuchen, die anderen Länder zum Stillhalten zu bewegen, um den Chinesen eine Lektion zu erteilen. Wofür Jackson Hole genau das richtige Ambiente bieten dürfte. Die Historie des „Plaza Accord“ deutet darauf hin, dass Amerika nicht alleine vorgehen will.

Möglicher Gegenschlag bei Renminbi

Und was, falls doch? Morgan Stanley urteilte diese Woche, der Markt unterschätze die Leichtigkeit, mit der die USA einseitig intervenieren könne. Alleine die US-Regierung habe rund 68 Milliarden US-Dollar zur freien Verfügung; um darüber hinaus Ressourcen zu aktivieren müssten der Kongress oder ausländische Partner eingeschaltet werden. Ein Eingriff wäre wohl gar nicht so schwer, die Fed könne einfach den gesamten, relativ illiquiden internationalen Renminbi-Markt aufkaufen, sinnierte der auf Devisen spezialisierte Trader R5FX. Und er erwartet für diesen Fall eine heftige Reaktion von Peking. China müsste wohl seine Dollar-Reserven angreifen und wahrscheinlich US-Treasuries verkaufen, um die heimische Währung wieder zu schwächen.

Washington ist gereizt

Egal ob uni- oder multilateral und gleich in welcher Höhe: Dass die Amerikaner den Chinesen nicht ewig tatenlos zusehen, deuten unter anderem Tumps Twitter-Tiraden an, der China (aber auch Europa) schon mehrfach vorwarf, „Währungsspielchen“ zu spielen. Vorigen Monat teilte US-Finanzminister Steven Mnuchin mit, es gebe „aktuell“ keinen Wechsel in der amerikanischen Währungspolitik; das könne sich in Zukunft aber ändern. Anfang dieses Monats schließlich brandmarkte sein Ministerium, die US Treasury, die Volksrepublik offiziell als Währungsmanipulator, nachdem die chinesische Zentralbank den Renminbi erstmals seit 2008 unter die Marke von 7 gegen den Dollar rutschen ließ. Und nun also der wiederholte Affront – das kann kein gutes Ende nehmen…

Peking wird nervös

Auch die Chinesen ahnen offenbar, was kommt. Die „Financial Times“ berichtete gerade, ein leitender Angestellter einer chinesischen Bank in London sehe die Möglichkeit einer Intervention im Offshore-Renminbi-Markt. Und der Manager, der anonym bleiben wollte, warnte demnach vor ernsten Konsequenzen. China werde eine Währungsintervention als feindlichen politischen Akt werden, dies werde die Märkte umher wirbeln. Der Fallout werde bislang ungeahnte Folgen haben.
Unser Fazit: Im Devisen- und Anleihemarkt könnte es in Zukunft richtig spannend werden. China hat den Währungskrieg eröffnet, die USA dürften reagieren. Und ein offener Währungskrieg hätte natürlich auch Auswirkungen auf die Wall Street, weil ein Abkommen im Zollstreit in weite Ferne rückt. Short oder long – wenn Sie CFD handeln, sollten Sie Ihre regelmäßigen Marktupdates in der Angelegenheit im Blick behalten.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

new york stock exchange

Hoffnung auf Billiggeld

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23.08.2019 – Daily Report. Verhaltene Käufe am Frankfurter Aktienmarkt: Die Anleger warten auf neue Signale für die geldpolitische Flutung in den USA. Obwohl die Federal Reserve mit ihren unklaren Äußerungen in dem am Mittwoch veröffentlichten Fed-Protokoll für Verwirrung gesorgt hatte, setzen nun wieder viele Broker auf das Treffen in Jackson Hole. Wenn da mal nicht einige enttäuscht werden…

Leichte Gewinne in Frankfurt

Vielleicht wird es ja doch etwas mit der neuen Flut an billigen Dollars. Nach dieser Devise jedenfalls positionierten sich einige Marktakteure und griffen bei den deutschen Blue Chips wieder zu. Der DAX zog bis zum Mittag um 0,5 Prozent an auf rund 11.800 Zähler.

Dabei hat die Bundesbank gerade vorgemacht, wie leicht ein Testballon platzt: Laut Bloomberg sieht ein ungenannter Insider aktuell keinen Grund für einen fiskalischen Stimulus, obwohl die Wirtschaft auch in diesem Quartal leicht sinken dürfte. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte genau diese Hoffnungen geweckt und der „Spiegel“ hatte den Ballon hochgepustet. Warten wir es ab.

Egal, ob Sie online im Aktienhandel aktiv sind oder CFD handeln: Seien Sie auf der Hut, falls die Fed die Märkte enttäuscht, dann geht es ab. Gut, dass Sie mit CFD auch auf der Short-Seite Geld verdienen können.

Warten auf Jackson Hole

Um 16.00 Uhr deutscher Zeit jedenfalls wissen wir mehr. Dann soll US-Notenbankchef Jerome Powell in Wyoming ans Mikrofon treten und das internationale Treffen der Notenbanker eröffnen. Mit dem jüngst aufgetretenen Rezessionssignal der inversen Zinskurve erhoffen sich viele Anleger offizielle Aussagen darüber, wie und ob die Fed den Abschwung kontern will. Wenn US-Bonds mit kürzeren Laufzeiten höher rentieren als Treasuries mit längeren Laufzeiten, dann war dies in der Vergangenheit meist ein verlässliches Zeichen für eine Rezession. Ergo haben viele Broker schon ein, zwei weitere Zinssenkungen in den USA eingepreist. Sie können sich vorstellen, was passiert, wenn Powell diese Hoffnungen enttäuscht.

Asien will die Zoll-Einigung

Damit schwenken wir auf das andere bestimmende Thema dieser Tage ein. In Japan und China stiegen die Kurse, nachdem es ein moderat positives Signal im Zollstreit zwischen China und den USA gab. Der chinesische CSI-300 kletterte um 0,7 Prozent auf 3.821 Zähler. In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Gewinn von 0,4 Prozent bei 20.711 Punkten. Und das ist die News dahinter: Larry Kudlow, der Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, plant weiter direkte Gespräche mit China. Na immerhin, sie reden noch.

Abwarten auch in New York

Die Wall Street hatte sich am Vorabend im Vorfeld von Jackson Hole zurückhaltend gezeigt. Der Dow Jones Industrial kletterte um moderate 0,2 Prozent auf 26.252 Punkte. Immerhin glich er sein zwischenzeitliches Minus wieder aus. Der S&P 500 bröckelte um 0,1 Prozent auf 2.923 Zähler. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,3 Prozent auf 7.707 Stellen bergab.

Das bringt der Tag

Bleibt der Blick auf den Terminkalender. Abgesehen von Jackson Hole gibt es nur wenige marktbewegende Events.

Um 16.00 Uhr laufen die Zahlen zu den Verkäufen neuer Häuser in den USA im Juli über die Ticker.

Für Trader im Energiemarkt wird es um 19.00 Uhr interessant, wenn die Zählung der Ölplattformen von Baker Hughes veröffentlicht wird.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

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Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Aktienmarkt

Fed-Orakel verwirrt die Aktionäre

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22.08.2019 – Daily Report. Jetzt haben sie es schon wieder getan: Die Währungshüter der Federal Reserve haben mit ihrem zweideutigen Einerseits-Andererseits die Kauflust am Aktienmarkt gebremst. Will die Fed nun eine geldpolitische Lockerung oder nicht – und wenn ja, wann und wie stark? Die Fed-Protokolle gaben keine Antwort auf diese Fragen. Vielleicht kommt in Kürze Klarheit aus Jackson Hole. Oder zuvor Klartext von der Europäischen Zentralbank.

Währungshüter bremsen Frankfurt aus

Einmal mehr zögerten die deutschen Anleger. Der DAX gab am Donnerstagmittag 0,2 Prozent nach auf 11.778 Zähler. Kein Wunder, denn am Vorabend hatten die Fed-Protokolle keine Klarheit in Sachen US-Geldpolitik geschaffen. Demnach halten sich die Währungshüter bei ihrer Zinspolitik alle Optionen offen. Besonders lähmend: Die Fed ist sich nicht einig darüber, wie stark und wie schnell die US-Konjunktur Zinssenkungen benötigt. Einerseits waren „ein paar“ Mitglieder des über die Zinssenkung entscheidenden Offenmarktausschusses für eine stärkere Zinssitzung von einem halben Prozentpunkt oder gar mehr. Dagegen sprachen sich „mehrere“ dafür aus, den Leitzins überhaupt nicht zu ändern.
Hoffentlich konkrete Hinweise über den weiteren Kurs könnte an diesem Freitag Fed-Chef Jerome Powell in seiner Rede auf der Notenbanktagung in Jackson Hole geben. Powell wird die Eröffnungsrede des jährlichen geldpolitischen Treffens im US-Bundesstaat Wyoming halten. Falls bis dahin die Kurse weiter seitwärts trippeln, dürfen Sie sich freuen, wenn Sie CFD handeln – dank des Hebels können Sie auch in Phasen der Unentschlossenheit Möglichkeiten am Markt nutzen. Vielleicht kommt ja Schwung in den Markt mit dem Protokoll der EZB am Nachmittag.

Erneute inverse Zinskurve

In den regelmäßige Markt-Updates der Börsianer waren weitere, wirklich bewegende News ansonsten Mangelware. Ergo bewegten sich auf der Handelsplattform die Kurse kaum. Für hochgezogene Augenbrauen sorgte dagegen einmal mehr das Rezessionssignal der inversen Zinskurve – ausgelöst am Vorabend durch das Orakel der Federal Reserve. Wie CNBC erkannte, zog die Rendite der zweijährigen US-Bonds kurz über die Kurve der zehnjährigen an. Anleger parkten also verstärkt langfristig Geld, was dafür spricht, dass sie kurzfristig nicht investieren wollen, weil die Aussichten zu unsicher sind.

Mehr Mut in Übersee

Die Anleger in Asien hatten sich am Morgen eher bedeckt gehalten. Der chinesische CSI-300 legte 0,3 Prozent zu auf 3.794 Zähler. Der japanische Leitindex Nikkei 225 schloss mit einem Plus von 0,1 Prozent bei 20.628 Punkten.
In New York waren die Anleger mutiger gewesen. Der Dow Jones stieg um 0,9 Prozent auf 26.203 Punkte, der S&P 500 gewann 0,8 Prozent auf 2.924 Zähler und der Nasdaq 100 legte um 0,9 Prozent auf 7.733 Stellen zu. Am Vortag hatte sich US-Präsident Donald Trump im üblichen vollmundigen New-York-Style vor Journalisten als auserwählt („chosen“) in Sachen Zollstreit mit China bezeichnet. Er habe den Handelskonflikt mit China anzetteln müssen. Trump fügte hinzu, die Vereinigten Staaten würden wohl ein Handelsabkommen mit der Volksrepublik abschließen.

Krise in Italien hält an

Derweil wartet Europa auf den Ausgang des Machtkampfes in Italien. Wie es zuletzt aussah, werden die machiavellistischen Akteure in Rom eine Neuwahl verhindern, um der Lega einen Triumph zu verwehren. Was für weniger Spannungen mit der EU-Kommission und zunächst für eine Beruhigung bei italienischen Staatsanleihen sorgen dürfte. Allerdings auch für eine verstärkte Aufnahme von illegalen Einwanderern, die an der italienischen Küste ankommen. Und somit für einen verspäteten Triumph der Lega bei den nächsten Wahlen. Das waren zuletzt die drei Optionen für Italien: Eine mögliche Koalition der Fünf-Sterne und der sozialdemokratischen PD. Eine technokratische Übergangsregierung. Oder eben Neuwahlen. Nicht nur Anleihetrader und Investoren im Euro sollten die Angelegenheit im Blick behalten.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender bringt einige interessante Events, den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

Um 13.30 Uhr wird zunächst die EZB ihr Protokoll der geldpolitischen Sitzung vom 25. Juli veröffentlichen, was Aktien, Anleihen und Euro bewegen könnte.

Danach folgen um 14.30 Uhr die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe.

Schließlich werden um 15.45 die Einkaufsmanagerindizes für Dienstleistungen und das verarbeitende Gewerbe in den USA gemeldet.

Um 16.00 Uhr folgen die amerikanischen Frühindikatoren für Juli.

Zeitleich läuft das Verbrauchervertrauen der Eurozone für August über die Ticker.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Financial Trade Chart

Börse fiebert Fed-Protokoll entgegen

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21.08.2019 – Daily Report. Die Anleger greifen wieder zu. Erstaunlich, denn die US-Notenbank könnte den Markt durcheinander wirbeln. Am Abend wird es mit dem Fed-Protokoll spannend. Die Lektüre wird diesmal besonders interessant, da bei der Juli-Sitzung die Zinssenkung nicht einstimmig beschlossen wurde.

Der DAX zieht an

Relativ deutlich ist der deutsche Leitindex nach oben geklettert. Zuletzt notierte der deutsche Leitindex mit 1,2 Prozent im Plus bei 11.791 Zählern. Ob dieser Trend anhält? Um 20.00 Uhr werden die Fed-Protokolle der Sitzung vom 31. Juli veröffentlicht, dem Termin als die Fed die Zinsen senkte. Am Finanzmarkt werden die Broker dann gespannt auf ihre regelmäßigen Markt-Updates blicken. Denn sie hoffen auf neue Hinweise zum Ausmaß der möglichen kommenden währungspolitischen Schritte. Am Freitag könnte zudem eine Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell beim Treffen in Jackson Hole neue Impulse bringen. Für Zurückhaltung sorgte auch die Regierungskrise in Italien.

Novum im Bondmarkt

Unterdessen wollte der deutsche Staat weiter von der Risikoscheu der Anleger profitieren. Am Vormittag hat der Bund erstmals eine 30jährige Anleihe mit einem Nullzins angeboten. Die Bundesrepublik zahlt also keine Zinsen bis August 2050, der Bondhalter erhält bei einer Zero-Kupon-Anleihe nur das eingezahlte Geld nominal zurück. Der Staat wollte mit dem Verkauf der Staatsanleihe 2 Milliarden Euro einsammeln. Wenn Sie diese Zeilen lesen, wissen Sie schon mehr.

Vorsicht in Asien

Auch an den asiatischen Börsen war am Morgen Zurückhaltung angesagt. Der Nikkei schloss in Tokio mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 20.619 Punkten. Der chinesische CSI-300 verlor 0,2 Prozent auf 3.782 Stellen. Der Smartphone-Hersteller Huawei bestätigte, dass US-Präsident Donald Trump mit seiner harten Linie im Zollstreit die Chinesen hart getroffen hat. Laut CNBC erklärte Gründer und Konzernchef Ren Zhengfei vor Mitarbeitern, Huawei stehe vor einer Krise, die Leben oder Tod bedeutet. Washington hat Huawei gerade eine Frist von 90 Tagen für die Weiterführung der Geschäfte in den USA eingeräumt. Ob danach die Blacklist droht, bleibt abzuwarten.

Rücksetzer in New York

Angesichts der erwarteten Wortmeldungen von der Fed und vor dem Hintergrund des schwelenden Zollstreits mit China hatten auch die Börsianer in New York am Vorabend Vorsicht walten lassen. Der Dow Jones Industrial verlor am Dienstag 0,7 Prozent auf 25.962 Zähler. Der S&P 500 rutschte um 0,8 Prozent auf 2.901 Punkte ab. Und der Nasdaq 100 sank um 0,7 Prozent auf 7.664 Zähler.

Das bringt der Tag

Neben den Fed-Protokollen um 20.00 Uhr stehen zwei besonders interessante Termine auf dem Kalender, alle Daten finden Sie hier: Market Mover
Zunächst werden um 16.00 Uhr die Wiederverkäufe von US-Häusern im Juli gemeldet.
Um 16.30 Uhr folgt der wöchentliche Ölbericht.
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Der DAX läuft seitwärts

Der DAX läuft seitwärts

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20.08.2019 – Daily Report. Zögern und Zaudern ist das Gebot der Stunde. Nach dem hübschen Gewinn vom Montag notiert der DAX am Dienstagvormittag erst einmal unverändert. Die Anleger halten sich bedeckt und wollen sich nicht auf der falschen Seite positionieren. Denn bald übernehmen die Notenbanken das Zepter.

Frankfurt wartet ab

Weitgehend impulslos hat sich der deutsche Leitindex am Dienstag voran geschleppt. Schnell gab der DAX seine moderaten frühen Gewinne auf, zuletzt notierte er 0,1 Prozent schwächer bei 11.705 Zählern. Wenn Sie CFD handeln, dann könnten Sie selbst bei den aktuell kleinen Trippelschritten an der Frankfurter Börse hier und da Chancen im Markt entdecken. Noch ein kurzer Schlenker in die Chartanalyse: Der DAX ist mit dem gestrigen Gewinn wieder über die 200-Tage-Linie gehüpft und hat dabei eine Kurslücke gerissen, die normalerweise geschlossen werden könnte.

Notenbanken geben den Takt vor

Das Zögern am Aktienmarkt hat durchaus einen Hintergrund. Am morgigen Mittwoch werden die Fed-Protokolle veröffentlicht, die Europäische Zentralbank (EZB) folgt einen Tag später. Die Investoren erhoffen sich von den Protokollen Rückschlüsse auf die geplanten Konjunkturhilfen der Zentralbanken. Zudem laufen ab Donnerstag ab 13.30 Uhr News zur geldpolitischen Sitzung der EZB über die Ticker. Ebenfalls am Donnerstag startet das jährliche Treffen internationaler Notenbanker in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming.

Trump attackiert die Fed

Unterdessen hat US-Präsident Donald Trump seine eigene Notenbank erneut heftig angegriffen. Die Federal Reserve solle rasch die Leitzinsen um „mindestens 1,00 Prozentpunkte“ senken, twitterte Trump. Vielleicht sollte auch eine quantitative Lockerung hinzukommen, also beispielsweise erneute Käufe von Staatsanleihen. Sobald dies geschehe, würde die US-Wirtschaft „noch besser“ laufen, auch die Weltwirtschaft würde stärker und schneller wachsen – was laut Trump „gut für alle“ wäre. Und weiter: Notenbankchef Jerome Powell habe einen „schrecklichen Mangel an Visionen“.

Zuckerbrot und Peitsche

Die chinesische Notenbank verpasste dem Markt derweil einen eigenen kleinen Stimulus. Sie kündigte eine Reform bei der Berechnung des Referenz-Kreditzinses an. Broker gingen umgehend davon aus, dass der Satz künftig niedriger liegen wird als derzeit. Niedrigzinsen verbessern die Aussichten für die chinesische Wirtschaft. Die Börse des Handelspartners Japan legte um 0,6 Prozent zu auf 20.677 Punkte, auch weil der Yen wieder etwas schwächelte, was den Export-Aktien half. In China dagegen schloss der CSI-300 mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 3.788 Stellen. Für Skepsis sorgte die jüngste Entwicklung im Zollstreit. Zwar erteilte Washington dem chinesischen Smartphone-Produzenten Huawei eine neue Lizenz über 90 Tage. Allerdings setzte die US-Regierung neue 46 Geschäftspartner von Huawei auf die schwarze Liste.

Kotau vor China

Tja, die Chinesen haben eben mit den Amerikanern einen echten Gegner. Im Raumschiff Berlin dagegen hat gerade eine nicht ganz unwichtige deutsche Publikation Peking gelobt. Lesen Sie selbst: „Die Volksrepublik hat sich als erfolgreichster Einparteienstaat der Geschichte erwiesen. Über das Geheimnis des ersten sozialistischen Systems, das funktioniert.“ Und weiter: „Es ist den chinesischen Kommunisten gelungen, die Elemente des ursprünglichen Maoismus in eine einzigartige Ordnung umzuformen. Die Volksrepublik China ist im Ergebnis das erfolgreichste Einparteiensystem seit der Entwicklung moderner Staatsformen.“ Wer hat’s geschrieben: „taz“? „Neues Deutschland“? Nein: „Das Parlament“, die Zeitung des Bundestages. Herausgeber: Der Präsident des Bundestages, Wolfgang Schäuble (CDU). Ja – CDU. Soll das nun heißen, dass China ein Vorbild für Deutschland ist? Wenn die Politik dieses Ziel verfolgt, hätte das Folgen für die Börse – weil wir uns auf einen härteren staatlichen Eingriff in die Wirtschaft bis hin zu Verstaatlichungen einrichten müssten.

New York zieht an

Im Hort der Marktwirtschaft waren am Montag China und die Hoffnung auf eine Beilegung des Zollstreits ebenfalls das bestimmende Thema. Der Dow Jones verabschiedete sich mit einem Gewinn von rund 1 Prozent bei 26.136 Punkten. Der S&P 500 legte 1,2 Prozent zu auf 2.924 Stellen. Und der Nasdaq Composite stieg 1,4 Prozent auf 8.003 Punkte. Dow, Nasdaq Composite, Nasdaq 100 und S&P 500 haben nun auf dem Weg nach oben kleinere Lücken im Chart gerissen.

Das bringt der Tag

Am Dienstag herrscht gähnende Leere im Konjunkturkalender. Somit sollten Sie weiter die Politik im Auge behalten, sie wird den Takt an der Wall Street und im weltweiten Handel vorgeben. Für Trader im Energiemarkt könnten allenfalls die US-Rohöllagerbestandsdaten (Woche) des privaten American Petroleum Institute (API) um 22.30 Uhr interessant werden.
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Entspannung an der Börse

Entspannung an der Börse

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19.08.2019 – Daily Report. Na also, geht doch: Angeschoben von positiven Kommentaren im Zollstreit zwischen China und den USA steigt der DAX. Auch Asien ist wieder optimistisch. Genau wie zuvor die Wall Street. Da keine wichtigen Konjunkturdaten anstehen, bestimmt die Politik weiter das Geschehen an der Börse.

Gewinne für den DAX

Endlich zieht der deutsche Leitindex wieder an. Stimuliert von den steigenden Kursen im weltweiten Handel haben die Aktionäre in Frankfurt zum Wochenbeginn zugegriffen. Der DAX kletterte im frühen Handel um 0,6 Prozent auf 11.634 Zähler. Gefragt waren vor allem Bankaktien, sie hatten in den Tagen zuvor unter dem Renditeverfall an den Bondmärkten gelitten.

Trump verbreitet Hoffnung

Der wesentliche Kurstreiber war der amerikanisch-chinesische Zollstreit. Zwar lässt sich US-Präsident Donald Trump im Handelsstreit Zeit. China sei seiner Ansicht nach derzeit bereit, zu einer Einigung zu kommen, sagte Trump. Er dagegen sei noch nicht dazu bereit. Die Volksrepublik sei angesichts seiner schwierigen ökonomischen Lage deutlich stärker auf einen Deal angewiesen als die USA. Außerdem wolle die US-Administration wolle zunächst zuschauen, wie Peking mit den Protesten in Hongkong umgehe. Dies sollte in humanitärer Art und Weise geschehen. „Ich denke, das wäre gut für den Handelsdeal“, erklärte Trump. In der ehemaligen britischen Kolonie gingen am Wochenende mehr als eine Million Anhänger der Demokratiebewegung auf die Straße.

Entscheidung zu Huawei

Und obwohl Trump in Sachen Huawei skeptisch ist, zeigt sich Washington offenbar konziliant. Er wolle gar keine Geschäfte mit dem Telefonie-Konzern, denn er sei eine Bedrohung für die nationale Sicherheit, sagte Trump Reportern. Dennoch berichtete das „Wall Street Journal“ und auch Reuters, dass das US Commerce Department die Ausweitung der Huawei-Lizenz um 90 Tage vorbereitet, um den Service mit bestehenden Kunden weiterlaufen zu lassen. Für den heutigen Montag steht wohl eine Entscheidung in der Angelegenheit an – sie wird ein wichtiges Signal in Sachen Zollstreit. Behalten Sie also unbedingt ihre Handelsplattform im Blick, negative Signale im Zollstreit dürften die Kurse umher wirbeln.

Steigende Kurse Asien

Zunächst aber ging es am Morgen bei den Asienbörsen nach oben. Der Tokioter Nikkei-Index stieg um 0,7 Prozent auf 20.563 Punkte. Der CSI-300 hatte am Morgen um satte 2,2 Prozent zugelegt auf 3.791 Stellen. Der chinesische Blue-Chip-Index profitierte von konjunkturstimulierenden Maßnahmen der chinesischen Notenbank, die Kreditnehmer mit niedrigeren Zinsen entlasten will.

Erholung in New York

Die Anleger in den USA hatten am Freitag ebenfalls wieder zugegriffen. Der Auslöser war auch hier eine Wortmeldung von Trump: Er äußerte, dass der Streit mit Peking nicht mehr von allzu langer Dauer sein werde. Es liefen Gespräche zwischen beiden Seiten, in denen China gute Dinge anbiete. Der Dow Jones kletterte daraufhin um 1,2 Prozent auf 25.886 Punkte. Der Dow rückte damit die 200-Tage-Linie in den Fokus, denn der US-Leitindex hatte am Freitag schulbuchmäßig am gleitenden Durchschnitt zurückgesetzt. Sein Wochenminus reduzierte er so auf 1,5 Prozent. Der S&P 500 stieg zum Weekend um 1,4 Prozent auf 2.889 Stellen und der Nasdaq 100 legte um 1,6 Prozent zu auf 7.604 Zähler.

Das bringt der Tag

Zum Wochenbeginn herrscht die Ruhe vor dem Sturm – wirklich wichtige Daten stehen nicht an. Da die Politik den Takt vorgibt, sollten Sie die Entwicklung im Zollstreit, in Argentinien, in Italien und in Hongkong im Auge behalten – behalten Sie den Marktzugang offen und Ihre Realtimekurse im Blick.
Die Anleger dürften sich ansonsten zurückhalten bis zum Mittwoch. Dann veröffentlicht die Federal Reserve ihr Protokoll zur jüngsten Zinssitzung. Auf ihr hatten die Währungshüter erstmals seit mehr als zehn Jahren die Zinsen gesenkt.
Zum Ende der Woche beginnt außerdem in den USA die Notenbankkonferenz in Jackson Hole. Dort wird Fed-Chef Jerome Powell eine Rede halten. Wir sind gespannt.
Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

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Gold

Der Glanz des Goldes

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16.08.2019 – Special Report. Der Goldpreis hat zuletzt kräftig angezogen und ein Sechsjahreshoch markiert. Auch Silber war wieder stärker gefragt. Kein Wunder: In den neu aufgekeimten Rezessionsängsten reimen sich viele Investoren zusammen, dass die Zentralbanken der Welt die Wirtschaft weiter mit billigem Geld fluten. Nullzinsen und steigende Inflation sind das perfekte Gebräu für ein Erstarken der Edelmetalle. Doch nun läuft ein europäisches Abkommen aus, das Goldverkäufe limitiert. Wir beleuchten das Für und Wider in Sachen Gold.

Niedrigzins schiebt Goldpreis an

Der Goldpreis hielt sich zuletzt an der magischen Marke von 1.500 Dollar je Unze. Zuletzt war Gold so teuer wie seit 2013 nicht mehr.

Chart Stock

Vor allem die Ankündigung einer Lockerung der Geldpolitik von Fed-Chef Jerome Powell Anfang Juni hatte den Goldpreis nach oben geschickt. Wie der Blog GoldCore richtig bemerkte, sorgte auch US-Präsident Donald Trump für Kauflaune beim gelben Metall. So nannte Trump die Federal Reserve „ahnungslos“ und „verrückt“ und forderte einmal mehr niedrigere Zinsen. Auch mit seinem Junktim der Proteste in Hongkong zum Zollstreit mit China hatte der Chef des Weißen Hauses die Nachfrage angekurbelt. Denn wenn ein Handelskrieg tobt, leidet die Wirtschaft.

Rezessionsangst überall

So schrillte gerade die Alarmglocke in Sachen Rezessionsangst. Die Renditen von lang laufenden US-Bonds fielen kurzzeitig unter jene von kurzfristigen Anleihen. Erstmals seit der Finanzkrise 2007 sah der Markt eine inverse Zinskurve. In einem drohenden Handelskrieg mit den USA würde auch China die heimische Wirtschaft durch vermehrte Staatsaufträge oder Subventionen stützen müssen. Oder Peking druckt einfach mehr Yuan, um die Beamten zu bezahlen. Die Folge ist eine steigende Inflation. Damit würden aber die Rücklagen der neuen chinesischen Mittelschicht entwertet – die Führung fürchtet Unruhen. Ergo muss Peking Sachwerte anbieten, um Liquidität aus dem Markt zu saugen. Bleiben Immobilien und Gold. Die Nachfrage nach Gold im Privatmarkt ist in der Volksrepublik ungebrochen stark, dort gibt es riesige Juweliere, die nur Gold verkaufen – Goldmünzen, Barren oder Statuen aus Gold.

China schränkt Goldimport ein

Gerade hat Reuters unter Berufung auf anonyme Quellen aus dem Westen gemeldet, dass China den Import von Gold einschränkt. Importbanken bekommen monatliche Einfuhrquoten von der chinesischen Zentralbank erteilt. Diese sind nun beschnitten oder über mehrere Montage hinweg gar nicht erst erteilt worden. Im Juni und Juli sei „fast nichts“ von den Banken importiert worden, hieß es.
Wahrscheinlich will die chinesische Notenbank ihr eigenes Gold verkaufen, um Yuan aus dem Binnenmarkt zu ziehen. Gleichzeitig wird mit der Einschränkung die heimische Währung gestützt, weil keine Yuan in Dollar und dann in ausländisches Gold getauscht werden.

Europa vor dem Abschwung

Auch in Europa herrscht die Angst vor dem Abschwung. Jüngst warb der Chef der finnischen Notenbank für eine spürbare Lockerung der EZB-Geldpolitik: „Es ist wichtig, dass wir im September ein umfassendes und wirksames Paket vorlegen“, sagte Rehn dem „Wall Street Journal“. Im Hinblick auf die Finanzmärkte sei es zudem besser, die Erwartungen zu übertreffen als zu enttäuschen.

Goldabkommen CBGA läuft aus

Ist es angesichts der Inflationierungsankündigung Zufall, dass just jetzt Europa das Thema Gold in den Fokus rückt? Offen ist die Frage, ob als Käufer oder Verkäufer. Entschieden ist die Tatsache, dass das Central Bank Gold Agreement (CBGA) Ende September ausläuft. Die Übereinkunft limitierte die Menge an Gold, welche die Europäer verkaufen konnten, es war im September 1999 geschlossen und in einem Abstand von rund fünf Jahren immer wieder verlängert worden. Am 26. Juli nun teilten die Europäische Zentralbank (EZB), die schwedische Reichsbank und die Schweizer Nationalbank zeitgleich mit, dass es kein fünftes CBGA geben werde. Denn der Markt habe sich in Sachen Reife, Liquidität und Investorenbasis verändert, hieß es kryptisch.

Wird Europa nun Gold kaufen oder verkaufen?

Wird also Europa in großem Stil Edelmetall auf den Markt werfen, um vom hohen Preis zu profitieren – und damit vielleicht Konjunkturprogramme finanzieren? Oder ist das Ende des Abkommens der Freibrief dafür, dass jede Notenbank handelt, wie sie will? Und sich notfalls mit dem verstärkten Einkauf von Gold gegen die Geldentwertung schützt?

Der Goldhändler BullionStar sieht in seinem Blog die Mitteilung zum Aus des CBGA als Bestätigung dafür, dass die Europäer mit dem Kauf von Gold beginnen werden; leider belegt er diese eigennützige These nicht. Laut BullionStar haben sich die europäischen Zentralbanken in der Dekade von 1999 bis 2019 als Goldkäufer zurückgehalten. Dagegen kauften Russland, China, Indien, die Türkei und Kasachstan kräftig zu. Der Interessensverband World Gold Council bestätigte, dass Käufe von Zentralbanken und eine gesunde Nachfrage von Indexfonds im ersten Halbjahr die treibenden Kräfte hinter der Goldnachfrage gewesen seien.

Long: Gold als Inflationsschwamm

Ein mögliches Fazit aus alledem: Gold ist vor allem für die Notenbanken der aufstrebenden Länder das Mittel der Wahl, um die Folgen des Inflationierungskurses abzumildern. In Indien war ab 1990 der Besitz von Gold wieder erlaubt, in China ab 2003. Genau in den Jahren also, als die beiden Länder nach dem Fall des Kommunismus einen ungeahnten Aufschwung erlebten, frisches Geld ins Land strömte und die Preise nach oben schossen. Auch im Westen schützt Gold die Bürger vor den Folgen von Helikopter-Geld, Monetarisierung und Tiefstzinsen.
Zudem ist Gold anders als Dollar oder Euro eine staatenlose Währung. Hier hat keine Regierung das Sagen, keine Notenbank kann das Metall entwerten. Deshalb wird Gold gern von autoritären Herrschern gekauft – wenig überraschend, dass Russland verstärkt Gold bunkert und US-Staatsanleihen abstößt. Wer dieser Argumentation folgt, kauft jetzt Gold, ersatzweise Silber, oder engagiert sich analog long bei CFD.

Short: Gold finanziert Konjunkturprogramme

Ein anderes mögliches Fazit: Die Europäer nutzen die Hausse und verkaufen ihre Goldbestände, um staatliche Ausgaben zu finanzieren. Vielleicht über Münzen und Barren direkt an die heimische Mittelschicht; vielleicht in großen Mengen an Russland, Indien oder China. Oder beides. Riesige Löcher in den Staatshaushalten gibt es genug – Stichworte Pflegenotstand, Flüchtlingskrise, Rentenlücke. Mit Verkäufen würde Europa den Goldpreis drücken. Wer daran glaubt, geht short.

In welche Richtung auch immer – Europa dürfte ab dem Herbst für heftige Volatilität sorgen. Denn unterzeichnet hatten das CBGA-Abkommen Bundesbank, Banque de France, Banca Italia, De Nederlandsche Bank, National Bank of Belgium, EZB, Swedish Riksbank und die Schweizer Nationalbank. Wir behalten die Angelegenheit im Auge. Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

grüne Kurse auf der Handelsplattform

Der DAX zieht wieder an

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16.08.2019 – Daily Report. Endlich wieder grüne Kurse auf der Handelsplattform – der deutsche Leitindex legt im frühen Freitagshandel zu. Positive Signale im Zollstreit zwischen China und den USA hauchten den Börsen der Welt wieder neue Kauflaune ein. Zudem keimte nach US-Daten die Hoffnung auf, dass die jüngsten Rezessionsängste übertrieben waren.

Gewinne in Frankfurt

Endlich wieder Aktivismus auf der Long-Seite im weltweiten Handel – auch in Frankfurt waren Aktien wieder gefragt. Der DAX zog zuletzt um 1 Prozent an auf 11.530 Zähler. Das wurde auch Zeit: Binnen drei Wochen hat der Index nun rund 1.000 Punkte eingebüßt. Am Vortag war der Kursindikator auf den tiefsten Stand seit Mitte Februar gesunken. Der deutsche Leitindex ist inzwischen so tief unter die 200-Tage-Linie gerutscht, dass sich eine leicht Panik, mindestens aber eine heftige Depression konstatieren lässt. Wenn so viele Optimisten kapituliert haben – wie viele Verkäufer sind dann noch übrig? Soll heißen: Der Rebound war überfällig.

Kleiner Verfallstag

Aber: Außer einer verstärkten Volatilität ist gar nichts garantiert. Denn heute verfallen am Terminmarkt die Optionen auf Aktien und Indizes. Große Adressen im Markt schieben dann gerne Schwergewichte in den Indizes in ihre Richtung. Wenn Sie CFD handeln oder online Aktien kaufen, sollten Sie also den heutigen kleinen Verfallstag im Hinterkopf behalten.

Neue Hoffnung im Zollstreit

Auch die Politik sorgt weiter für schwankende Kurse. Tags zuvor hatte Donald Trump erläutert, er sehe eine baldige Beilegung des Handelskonflikts mit der Volksrepublik. „Ich habe das Gefühl, dass das ziemlich kurz laufen wird“, sagte er vor Journalisten. Trump machte deutlich, dass beide Seiten etwas unternehmen wollen, nannte aber keine Details. Peking spielte den Ball zurück. Sprecher des chinesischen Außenamts betonten, sie hofften weiter auf die Ausarbeitung eines Handelsabkommens. Trump und der chinesische Staatschef Präsident Xi Jingping seien weiter in Kontakt.

Vorsicht in Asien

In China legte der CSI-300 um 0,5 Prozent zu auf 3.711 Stellen. Der Nikkei hangelte sich um 0,1 Prozent nach oben, auf Wochensicht liegt das Minus bei 1,3 Prozent. Die Lage in Hongkong sorgte bei vielen Brokern für Zurückhaltung. Vor den für das Wochenende geplanten Demonstrationen warnte die offiziöse „Global Times“ vor der Option eines gewaltsamen Eingreifens der chinesischen Führung in der ehemaligen britischen Kronkolonie. Eine blutige Invasion der chinesischen Volksbefreiungsarmee dürfte Auswirkungen auf die Zollverhandlungen zwischen China und den USA haben. Und damit auch auf die Börsen der Welt.

Leichte Erholung in New York

Die Entwicklung im Zollstreit hatte am Donnerstag für eine kleine Erholung an der Wall Street gesorgt. Der Dow Jones Index gewann 0,4 Prozent auf 25.579 Punkte; er durchbrach die 200-Tage-Linie nach unten, arbeitete sich aber immerhin wieder zum Schluss wieder nahe an sie heran. Der S&P 500 zog um 0,3 Prozent an auf 2.848 Zähler. Der Nasdaq Composite verlor dagegen knapp 0,1 Prozent auf 7.767 Stellen.

Für neue Hoffnung hatten auch Konjunkturdaten aus den USA gesorgt. Die Einzelhandelsumsätze im Juli stiegen um 0,7 Prozent – und damit weit stärker als erwartet. Alle wichtigen Daten finden Sie hier: Market Mover

Offenbar lassen sich die Verbraucher nicht vom Shopping abhalten – der private Konsum ist die Hauptstütze der US-Volkswirtschaft. Waren damit die jüngsten, von der Inversion der Zinskurse ausgelösten Rezessionsängste übertrieben? Wir werden sehen.

Japan hält die meisten US-Bonds

Bleiben wir noch bei den Treasuries. Laut Informationen des US-Schatzamtes hat Japan im Juni China als größter Halter von amerikanischen Staatsanleihen abgelöst. Tokio hat demnach seit Mai Anleihen im Wert von 21 Milliarden Dollar gekauft und den Stand von 1,12 Billionen Dollar erreicht. Selbst China kaufte – trotz entgegengesetzter Drohungen einiger staatsnaher Experten im Zollstreit. Der Bestand erhöhte sich um zwei Milliarden Dollar. Die Volksrepublik hält nun Bonds im Wert von 1,11 Billionen Dollar. Sollte China in einem Handelskrieg US-Staatsanleihen verkaufen, hätte die Nummer 3 im Ranking noch Potenzial für Käufe: Der US-Alliierte Großbritannien hält nun Bonds im Wert von 342 Billionen Dollar, einen Monat zuvor waren es noch 323 Billionen gewesen.

Das bringt der Tag

Am Freitag stehen nur wenige wichtige Termine an.
So werden um 14.30 Uhr die amerikanischen Baubeginne und Baugenehmigungen für den Juli gemeldet.
Um 16.00 Uhr läuft das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan für August über die Ticker.08/19, 16:00 Uhr
Angesichts der wenigen einlaufenden Daten bleibt die Börse politisch dominiert. Behalten Sie also die regelmäßigen Marktupdates im Blick und den direkten Marktzugang offen.
Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und ein erholsames Wochenende!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

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Der Absturz geht weiter

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15.08.2019 – Daily Report. Blutbad im weltweiten Handel: Die Kurse in New York und auch Frankfurt waren an einem tiefroten Mittwoch den Weg gen Süden eingebrochen. Am Donnerstag versucht der DAX zunächst eine Erholung. Doch die fällt nach kurzer Zeit in sich zusammen. Kein Wunder: Rezessionsängste und China belasten. Vielleicht bringt ein Strauß von wichtigen US-Daten am Nachmittag Entlastung.

Keine DAX-Erholung

Das war es dann wohl an der Frankfurter Börse: Der DAX hat am gestrigen Mittwoch mit dem Schluss bei 11.493 Punkten die 200-Tage-Linie durchbrochen, die zuletzt bei 11.648 Zählern verlief. Mit dem satten Minus von 2,2 Prozent wurden einige Optimisten aus dem Markt gefegt. Zuletzt notierte der deutsche Leitindex erneut mit 0,6 Prozent im Minus bei 11.423 Zählern. Greifen die starken Hände bald wieder zu? Die Zeichen stehen dafür derzeit schlecht, doch unverhofft kommt oft.

Trump verknüpft Hongkong mit Zollstreit

In Asien verlief der Handel am Morgen gemischt. Der Nikkei-Index büßte 1,2 Prozent auf 20.405 Punkte ein. Hier drückte der starke Yen auf die Stimmung. Der chinesische CSI-300 zog dagegen um 0,3 Prozent an auf 3.694 Stellen. Und das, obwohl US-Präsident Donald Trump nun offiziell die Proteste in Hongkong mit dem Zollstreit verknüpfte. Via Twitter teilte er mit, dass Peking erst mit einer Vereinbarung im Handelsstreit mit den USA rechnen könne, wenn das Problem mit Hongkong gelöst worden sei. Immerhin schlug Trump dem chinesischen Staatschef Xi Jinping zur Aussprache ein persönliches Treffen vor. Noch sind also nicht alle Türen zugeknallt.

New York im Sinkflug

Am Abend zuvor hatte die Hoffnung auf eine Vereinbarung mit China nicht lange die Kurse in den USA gestützt. Die Leitindizes gaben sämtlich um rund 3 Prozent nach. So schloss der Dow-Jones-Index bei 25.479 Punkten, der S&P 500 verabschiedete sich bei 2.840 Zählern und der Nasdaq Composite ging bei knapp 7.774 Punkten aus dem Tag. Die Volatilität zog im Drama der vergangenen Tage heftig an, übrigens auch beim Ölpreis. Wegen drohender Preissteigerungen vor dem Weihnachtsgeschäft hatte Washington zwar am Dienstag die Einführung schon angekündigter Strafzölle verschoben. Doch dann tobte wieder die Rezessionsangst – erstmals seit dem Kollaps von Lehman Brothers zeigte sich am Anleihemarkt eine inverse Zinskurve.

Inverse Zinskurve – Flucht in US-Treasuries

Die Renditen von lang laufenden Bonds fielen kurzzeitig unter jene von kurzfristigen Anleihen. Und zwar erstmals seit 2007 wieder. Diese sogenannte „inverse Zinskurve“ ist ein seltenes Phänomen und ein Rezessionssignal. Das heißt, dass die Rendite zehnjähriger Papiere niedriger ist als jene der zweijährigen. Üblicherweise rentieren länger laufende Anleihen höher als kürzer laufende. Denn das Risiko ist ja auf lange Sicht schwerer abschätzbar und muss somit höher vergütet werden. Immer mehr Anleger wollen also langfristig Geld parken, obwohl sie kaum Zinsen erhalten – und sie wollen auf kurze Sicht einfach nicht investieren. So fiel gerade die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe erstmals unter zwei Prozent. Damit liegen nun sämtliche US-Papiere unter dem Leitzins der US-Notenbank. Übrigens ist auch Gold so teuer wie seit rund sechs Jahren nicht mehr.

Inverse Zinskurve
Quelle: Bloomberg

Das bringt der Tag

Am Nachmittag wird es richtig spannend, wenn Sie CFD handeln oder online im Aktienhandel aktiv sind. Denn der Terminkalender ist prall gefüllt. Alle wichtigen Termine finden Sie wie immer hier: Market Mover

So steht um 14.30 Uhr die US-Produktivität ex Agrar im zweiten Quartal an. (1. Veröffentlichung)

Zeitgleich laufen die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ein.

Dito der Empire State Manufacturing Index August.

Ferner der US-Einzelhandelsumsatz Juli.

Und ebenfalls der Philly-Fed-Index August.

Danach meldet um 15.15 Uhr die Federal Reserve die Daten zu US-Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung im Juli.

Um 16.00 Uhr laufen schließlich die US-Lagerbestände im Juni über die Ticker.

Für CFD-Trader gibt es also am Nachmittag einiges zu tun. Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

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Das BIP stoppt die Erholung

Das BIP stoppt die Erholung

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14.08.2019 – Daily Report. Die Bullen an der deutschen Börse kommen nicht zur Ruhe. Nachdem der DAX am Vortag endlich die Lähmung abgeschüttelt hatte, geht es im frühen Mittwochshandel schon wieder abwärts. Zunächst hatte das Entgegenkommen der USA in Richtung China im Zollstreit die Kurse angeschoben. Nun machten neue Rezessionsängste die Runde: Die deutsche Wirtschaft ist geschrumpft.

Rezessionsangst in Frankfurt

So schnell kann es gehen: Der deutsche Leitindex hat sein vorbörsliches Plus nicht gehalten. Zuletzt notierte er 0,9 Prozent im Minus bei 11.640 Zählern. Der wichtigste Grund dafür: Das Bruttoinlandsprodukt der Bundesrepublik ist von April bis Juni um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal gesunken. Dies teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch nach vorläufigen Berechnungen mit. Noch ein solches Quartal und Germanien würde auch offiziell in der Rezession stecken. Besonders bitter: Deutschland ist jetzt mit den aktuellen Zahlen das ökonomische Schlusslicht in der Eurozone. Alle wichtigen Konjunkturdaten finden Sie wie immer hier: Market Mover

Und schon verpuffte die Freude des Vortages. Washington hatte gestern überraschend einige bereits beschlossene Zölle für China-Importe ausgesetzt, nun wird weiter verhandelt. Viele Analysten in den USA und in China werteten dies als ein Zeichen der Schwäche von Donald Trump – der habe Peking gegenüber Nerven gezeigt.

Asien feiert US-Konzilianz im Zollstreit

Der weltweite Handel und die Asienbörsen reagierten mit Gewinnen auf die neue Entwicklung. Der CSI-300 mit den wichtigsten Blue Chips des chinesischen Festlandes schloss am Morgen 0,5 Prozent fester bei 3.682 Stellen. Der Nikkei rückte um 1 Prozent auf 20.665 Punkte vor.

Die Anleger verdrängten zuletzt die jüngste Entwicklung in Hongkong. Seit zwei Monaten gehen hier die Menschen auf die Straße. China hat inzwischen Truppen an der Grenz zusammengezogen. CFD-Trader sollten unbedingt ihre regelmäßigen Marktupdates im Auge behalten: Falls hier die Lage blutig eskaliert, könnte das negative Auswirkungen auf den Zollstreit zwischen China und den USA haben. Und entsprechend die Wall Street herumwirbeln.

Chinas Industrie schwächelt

Konkret verschoben die USA am Dienstag die Einführung von Strafzöllen auf chinesische Waren wie iPhones, Turnschuhe oder Kleidung auf den 16. Dezember. Eigentlich sollten ab September Sonderzölle greifen. Das Reich der Mitte will laut einem Medienbericht trotz großer Skepsis an den geplanten Handelsgesprächen mit den USA im September festhalten. Das Aussetzen der neuen Strafzölle war dafür immer die Vorbedingung gewesen.
Tatsächlich hat inzwischen die Volksrepublik ein Problem: Der Handelsstreit mit den USA bremst Chinas Industrieproduktion. Diese hatte im Juli nur noch 4,8 Prozent zum Vorjahresmonat zugelegt, wie das Statistikbüro am Mittwoch in Peking mitteilte. Das Plus ist das schwächste seit Februar 2002.

Gewinne in New York

Die amerikanische Börse hatte am Vorabend ebenfalls die jüngste Entwicklung in Sachen China gefeiert. Besonders rasant zogen die Aktien aus der eng mit Asien vernetzten Hightech-Branche an. Der Nasdaq 100 legte 2,2 Prozent zu auf 7.728 Zähler. Der Dow Jones Industrial kletterte zwischenzeitlich bis auf 26.427 Punkte, dies war der höchste Stand seit Anfang August. Zur Schlussglocke notierte der Dow 1,5 Prozent fester bei 26.280 Zählern. Der S&P 500 zog ebenfalls um 1,5 Prozent auf 2.926 Stellen an.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender ist am Mittwoch eher spärlich bestückt. Zunächst laufen um 14.30 Uhr die Im- und Exportpreise für den Juli ein.
Danach folgt um 16.30 Uhr der wöchentliche Ölbericht des Energieministeriums.
Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 76% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.