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Repocalypse Reloaded – ab Montag droht der Crash

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12.12.2019 – Special Report. Kommende Woche wird es spannend: Die Repocalypse vom September könnte sich wiederholen. Und auch die Dezember-Baisse an der Börse vom Vorjahr. Nur weit schlimmer als zuvor. Denn wenn eine Finanzmarkt-Legende Recht behält, werden viele Banken Cash einsetzen, um Bonds zu kaufen. Was den Interbanken-Markt wieder austrocken wird. Und letztlich klamme Akteuren zum großen Ausverkauf zwingen dürfte. Nur die Fed könne das Desaster mit einem vierten Quantitative Easing stoppen.

Countdown to QE4?

Zoltan Pozsar ist nicht irgendwer. Der Ungar gilt als einer der wichtigsten Architekten des modernen Repurchasing-Marktes und hat für die New Yorker Federal Reserve und das US Treasury gearbeitet. Gerade veröffentlichte er für seinen aktuellen Arbeitgeber Credit Suisse einen hoch komplizierten Brandbrief. Seinen Newsletter Global Money Notes #26 betitelte er „Countdown to QE4?“. Vereinfacht ausgedrückt warnte er darin vor einem Worst Case am Finanzmarkt – und einer Kernschmelze, die vom Repo-Markt ausgehe, also vom Interbanken-Markt für Übernacht-Kredite. Diese könne sich über den Forex-Swap-Markt und Treasurys bis zur Wall Street vorarbeiten. Und letztlich werde nur die Fed das Desaster stoppen können.

Schon diesen Montag wird es spannend

Der Startschuss zur Apokalypse könnte schon am Montag abgefeuert werden. Dann steht wieder der vierteljährliche Steuertermin für die Überweisung ans Finanzamt an – und die Banken brauchen Cash, das sie dann nicht mehr nicht verleihen können. Wir erinnern uns, dass der Repomarkt zuletzt nach dem 16. September eingefroren war. Der Zins explodierte binnen Minuten von rund 2 auf 10 Prozent. Vor drei Monaten hatte vor allem JP Morgan die Leihe eingestellt. Das Problem: JPMorgan ist einer der größten Darlehensgeber im Markt für kurzfristige Overnight-Kredite. Die „Financial Times“ konstatierte außerdem eine große strategische Neuausrichtung bei der Bank.

G-SIB und der Silvester-Crash

Presseberichten zufolge hat JP Morgan 350 Milliarden Dollar in Treasurys umgeleitet und damit den Cash-Drain ausgelöst. Solch ein Schritt wird ausgerechnet durch die Regulierer forciert, denn die errechnen zum letzten Tag des Quartals die sogenannte G-SIB-Surcharge. Diesmal also an Silvester. G-SIBs sind Globally Systematically Important Banks. Das Basel Committee for Bank Supervision verlangt von den G-SIBs einen höheren Anteil (> Surcharge) an sicheren Reserven, wenn sie stark in riskanten Assets engagiert sind. Da Treasurys als sichere Anlagen gelten, hat JP Morgan eben in großem Stil Bonds gekauft. Auch Goldman Sachs gilt als große Adresse, die ihre GSIB-Surcharge reduzieren muss.

GSIB
Und damit könnte zum Jahresende eine verheerende Dynamik einsetzen: Um die G-SIB-Scores zu senken, könnten die wenigen Akteure mit Reserven wieder Cash abziehen und sichere Assets kaufen. Ein solches Szenario preist der Markt laut Pozsar noch nicht ein.

Diesmal ist es noch viel schlimmer

Leider könne diesmal alles viel schlimmer werden als im Vorjahr, denn es gibt laut dem Experten der Credit Suisse drei große Unterschiede zu Ende 2018: 1) Große US-Banken hatten vor einem Jahr noch Cash-Reserven, die hätten sie jetzt nicht mehr. Voriges Jahr waren die Bargeld-Bestände der Banken noch um 100 Milliarden Dollar höher, assistierte das Finanzblog ZeroHedge. Alles in allem sei die Feuerpower der Banken drastisch gesunken.

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2) Ende 2018 habe ein Absturz der Euquities um 20 Prozent laut Pozsar den G-SIB-Score reduziert – diesmal aber nicht. Wir erinnern daran, dass die Börse zuletzt stets neue Allzeit-Hochs markiert hat. Höhere Aktienkurse bedeuten auch einen höheren GSIB-Score. 3) Voriges Jahr hatten die Banken ihre Reserven noch in komplexe Trades wie FX Swaps gesteckt, wobei schon voriges Jahr die Repo-Rate am 31. Dezember auf 6,5 Prozent davon schoss. Wenn es nun keinerlei Reserven mehr gibt, wird es auch keine frische Liquidität über Devisen-Swaps geben. Und die Repo-Rate könnte einmal mehr vom Basiswert um die 2 Prozent in ungeahnte Höhen abzischen.

Hier kommt der Crash

Und damit droht Gefahr aus dem Repo-Markt. Eine der Strategien großer Hedge Fonds ist es laut ZeroHedge, US-Treasuries zu kaufen und dagegen Derivate-Kontrakte wie Zins-Futures zu verkaufen, um die Arbitrage einzustecken. Das Problem: Große Hedge Funds wie Millenium, Citadel und Point 72 besorgen sich ihre Margin über den den Repo-Markt. Wenn aber die Liquidität austrockne, müssten diese Akteure ihre Bestände dringend verkaufen. Gerade hat auch die Bank for International Settlements gewarnt, der US-Repo-Markt hänge vor allem an vier großen Banken. Und als die im September ihr Geld einfroren, habe die Fed auf einmal vor mehreren LTCMs gestanden. Wir erinnern uns: Der Hedge Fonds Long Term Capital Management bedrohte mit seiner Schieflage 1998 das internationale Finanzsystem.

Gitadel

Doppelschlag gegen den Markt

Das Fazit: Der Markt könnte in Kürze einem Doppelschlag ausgesetzt sein. Im Worst-Case-Szenario von Pozsar kaufen einerseits Marktakteure zu viele Collaterals wie Treasuries und stellen dem Interbanken-Markt keine Cash-Reserven zur Verfügung. Anderseits müssen Adressen, die dringend Bargeld brauchen, ihre Bestände loswerden. Nach Treasurys sind Aktienreserven die großen Verkaufskandidaten. Wir meinen: Oder aber einige Fonds oder Banken kippen um.

Will eine Großbank den Crash?

Sollte die Fed die Kontrolle über die in einem Cash-Drain neuerlich davon schießenden Overnight-Repo-Raten verlieren und der Crash einsetzen, kann sie laut Pozsar nur zwei Dinge tun: Erstens ausländische Banken dazu ermutigen, sich in FX-Swaps zu engagieren, um frisches Geld in den Markt zu pumpen. Oder zweitens ab sofort US-Staatsanleihen aufkaufen. Nur diese zweite Option werde laut Pozsar funktionieren und letztlich nichts anderes sein als ein QE4. Das Teuflische: Pozsar berichtet, mindestens eine große US-Bank lege es durch eine Fehlpreisung im Forex-Swap-Markt auf einen Zusammenbruch des Cash-Marktes an, um die Fed zu QE4 zu zwingen. Somit ist laut Pozsar der Kauf von US-Treasurys nichs anderes als eine legale Frontrunning-Strategie.

Die Fed ist alarmiert

Und wenn Ihnen das alles als weltfremd vorkommt, dann hier zwei kleine Hinweise: Die Wall Street nimmt die Angelegenheit durchaus ernst. Auf die Frage eines Journalisten antwortete Fed-Chef Jerome Powell gestern betont ruhig, aber überraschend: Die Fed sei auch offen gegenüber Coupon-Käufen. Das wäre ein Novum. Und noch ein Blick in die Geschichte: Am 5. September 2008 fror der Repo-Markt in den USA komplett ein. Zehn Tage später war Lehman Brothers Geschichte und die Welt rutschte in eine gigantische Finanzkrise. In diesem September hat die Fed die Lage durch Repo-Auktionen beruhigt – die Frage ist, ob das weiter klappt, wenn wirklich alles schlimmer ist, als zuvor.
Unser Fazit: Wer den Warnungen des Repo-Papstes Pozsar folgt, wird subito zumindest einen Teil seiner Reserven in Short-Positionen auf US-Indizes sowie den DAX oder Treasuries investieren. Und das Geld in Long-Positionen umschichten, sobald die Federal Reserve wirklich ein QE4 starten sollte. Wer glaubt, dass die Fed einen Liquidity-Crunch vorab etwa über verstärkte Repo-Auktionen unterbindet, oder dass Poszar falsch liegt, der lehnt sich entspannt zurück. Die Bernstein-Bank wünscht erfolreiche Trades!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Business Candlestick

Der DAX zieht moderat an

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12.12.2019 – Daily Report. Die Fed hat gesprochen, nun ist die EZB dran. Und die Briten gehen zur Wahl. Vor der großen Zollentscheidung am Sonntag greifen die Anleger moderat zu. Gibt es bis dahin einen Phase-1-Deal oder werden die USA neue Strafzölle erheben? Zuletzt sah es wieder ein wenig mehr nach einer Entspannung des Konflikts aus.

Frankfurt leicht im Plus

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstagvormittag verhalten optimistisch gezeigt. Der DAX zog 0,4 Prozent an auf 13.202 Stellen. Die Futures auf Dow Jones und S&P 500 gewannen je 0,2 Prozent. Wenn es stimmt, was die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider berichtet, dann erscheinen neue Zölle am 15. Dezember eher unwahrscheinlich.

Nur ein Trump-Berater für neue Strafzölle

US-Präsident Donald Trump will sich laut Reuters wohl am heutigen Donnerstag mit seinen engsten Beratern treffen, um über die am Sonntag eigentlich fälligen neuen Strafzölle zu beraten – zur Debatte stehen Tariffs auf Güter im Wert von 160 Milliarden Dollar, darunter auf Smartphones und Spielwaren. Trump werde den US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer, Finanzminister Steven Mnuchin sowie die Wirtschaftsberater Larry Kudlow und Peter Navarro treffen. Allerdings ist der Meldung zufolge Navarro der einzige, der sich explizit für eine härtere Gangart einsetzt. Kudlow und Mnuchin seien strikt dagegen. Lighthizer hoffe, er habe genug Argumente, um Zölle zu verhindern. Die endgültige Entscheidung werde aber Trump treffen.

Derweil meldete die „New York Times“ ein Detail, das ins Bild passt. Navarro habe unter dem Decknamen Ron Vara ein Memo in Washington herum gemailt, in dem er sich für höhere Zölle einsetzt, um China zu strukturellen Änderungen zu zwingen. Darin heißt es weiter, es gebe eine Menge Diskussionen über den Zoll-Deal.

Wir meinen: Sollte Trump doch neue Strafzölle gegen China verhängen, dann wird es an der Wall Street und in Frankfurt kräftig rumpeln. Falls die USA einknicken und die Zölle unter Hinweis auf die erreichten großartigen Fortschritte aufweichen oder verschieben, dürfte die Börse moderat anziehen. Sollte China entweder vor oder kurz nach der Deadline in die Knie gehen und wie gefordert öffentlich Mega-Einkäufe bei US-Landwirten versprechen, was die neuen Strafzölle unnötig werden lässt, dann werden die Kurse kräftig nach oben schießen.

Abwarten in Asien

Die Börsen in Asien zeigten sich am Morgen ohne eindeutige Tendenz. In China gab der CSI-300 um 0,3 Prozent nach auf 3.891 Zähler. In Japan legte der Nikkei 0,1 Prozent zu auf 23.425 Punkte. In Hongkong zog der Hang Seng um 1,3 Prozent an auf 26.994 Stellen.

New York verhalten optimistisch

Die Wall Street hatte am Vorabend gut behauptet geschlossen. Der Dow Jones gewann 0,1 Prozent auf 27.911 Zähler. Der marktbreite S&P 500 rückte 0,3 Prozent vor auf 3.141 Stellen. Und der Nasdaq Composite zog sogar 0,4 Prozent an auf 8.654 Stellen.

Die Fed hält wie erwartet still

Die Broker hakten die Zinsentscheidung der Federal Reserve zufrieden ab. Denn wegen der guten Wirtschaftsdaten und der niedrigen Arbeitslosigkeit hat die Federal Reserve ihren Leitzins unverändert im Korridor von 1,5 bis 1,75 Prozent belassen. Bei ihren vorigen drei Sitzungen seit Juli hatte die Fed den Leitzins um je 0,25 Prozentpunkte gesenkt.

Broker warten auf die EZB

Nun ist die Europäische Zentralbank dran – heute läuft die erste Zinssitzung in Frankfurt unter der Leitung ihrer neuen Präsidentin Christine Lagarde. Kaum jemand erwartet eine Änderung im Leitzins, der auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent liegt.

Bibbern bei Sterling

Beim britischen Pfund wird es heute Abend spannend: Ab 22.00 Uhr dürften die ersten Exit Polls zur Wahl im Unterhaus einlaufen. Zuletzt sah es doch nicht mehr so rosig für die Torys aus, denn laut der statistischen Fehlerstreuung der wichtigen Meinungsumfrage von YouGov könnte Premier Boris Johnson die absolute Mehrheit von 320 Sitzen doch noch verfehlen. Johnson will Großbritannien am 31. Januar aus der Europäischen Union herauslösen. Labour hat für den Fall eines Wahlsiegs ein zweites Referendum in Sachen Brexit angekündigt. Bei unklaren Mehrheitsverhältnissen wäre also heftige Volatilität bei GBPEUR garantiert.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender bringt am heutigen Donnerstag einige interessante Events, den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

Der erwähnte EZB-Zinsentscheid läuft um 13.45 Uhr ein. Die Pressekonferenz ab 14.30 Uhr könnte neue Impulse für EURUSD bringen.

Um 14.30 Uhr werden die US-Erzeugerpreise gemeldet.

Zeitgleich laufen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ein.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Die Fed wünscht uns einen ruhigen Silvesterabend!

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Gold   1473,80
(-0,06%)

EURUSD   1,1139
(+0,06%)

DJIA   27949,50
(+0,10%)

OIL.WTI  58,92
(+0,26%)

DAX   13138,01
(+ 0,01%)

Das kommt mir in den Sinn, nachdem die Ergebnisse der Fed-Sitzung veröffentlicht wurden. Natürlich war jedem klar, dass der Zinssatz unverändert bleiben würde. Die Anleger interessierten sich mehr dafür, ob sich der Ton der Fed-Politik ändern würde, ebenso wie die Zukunftsprognosen.

DAX30 Chart des Tages

trading-news-11.12.2019 (2)

Alles ist völlig unverändert. Die zukünftige Inflation, das zukünftige US-BIP und die zukünftigen Zinssätze haben sich nicht verändert.

EUR/USD

Der Euro ist zum dritten Mal in Folge gestiegen und liegt über den Höchstständen der vergangenen Woche. Ob das Euro-Dollar-Paar weiter ansteigt, wird nach der Sitzung der Europäischen Zentralbank klar sein.

GOLD

Gold legte rund $10 zu, die Bullen sahen keine Signale für eine Straffung der Geldpolitik und betrachteten sie als positiven Faktor.

INDIZES

Die vollständige Einhaltung der Erwartungen (Ergebnisse der Sitzung des Federal Reserve Board) wurde auch von den Aktienmärkten positiv aufgenommen. Was brauchen Investoren? Das ist richtig! Stabilität und Sicherheit. Am Mittwochabend bekamen sie genau das, was sie wollten.
Und natürlich ist das Hauptereignis dieser Woche der Börsengang von Aramco. Nach einer langen Vorbereitung brachte Saudi-Arabien das weltweit größte Unternehmen in Bezug auf die Kapitalisierung, das sich mit der Produktion und dem Verkauf von Öl beschäftigt, an die Börse. Am ersten Handelstag stieg der Aktienkurs um 10% und der Wert des Unternehmens erreichte fast 1,9 Billionen US-Dollar.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass nur 1,5% der Aktien der Gesellschaft während des Börsengangs an Investoren verkauft wurden. Der Rest liegt in den Händen der saudiarabischen Behörden. Der gesamte Erlös aus der Platzierung wird für Projekte im Zusammenhang mit der Diversifizierung des Ölgeschäfts verwendet.

Was erwartet uns heute?

08.00 Harmonisierter Verbraucherpreisindex Deutschland
09.30 Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank über den Zinssatz
13.45 Zinsentscheid der EZB
14.30 Pressekonferenz des EZB-Präsidenten

 


Wichtige Hinweise:

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Finance

Der DAX zögert

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11.12.2019 – Daily Report. Nach einem dramatischen Dienstag versucht die Börse am Mittwoch erfolglos die Erholung. Der deutsche Leitindex pendelt seitwärts. Einmal mehr sorgen widersprüchliche Meldungen über eine Annäherung im Zollstreit zwischen China und den USA für Zurückhaltung. Und auch wegen der Fed bleibt der weltweite Handel vorsichtig.

Den DAX verlässt der Mut

Erst sah es nach einer Erholung aus. Doch zuletzt gab der deutsche Leitindex seine frühen Gewinne wieder ab. Der Indikator notierte 0,1 Prozent fester bei 13.087 Punkten. Gestern rutschten die Kurse nach einem mauen Start ab und sanken bis auf 12.887 Zähler. So schwach hatte der DAX zuletzt am 31. Oktober notiert. Dann zog der Index wieder nach oben und die Verluste reduzierten sich auf 0,3 Prozent. Interessanterweise drehte der deutsche Börsenindikator gestern ziemlich genau auf der 50-Tage-Linie, die bei 12.891 Zählern verläuft. Wieder einmal ist also auf die Basics der Chartanalyse Verlass.

Hin und Her im Zollstreit

Der Grund für die gestrige Kehrtwende war eine Meldung des „Wall Street Journal“. Demnach könnte der für Sonntag terminierte Start weiterer US-Strafzölle auf chinesische Waren möglicherweise aufgeschoben werden. Das Blatt berief sich auf Mitglieder der chinesischen und der amerikanischen Verhandlungsdelegation. Ferner soll es keine harte Zeitgrenze für die Verhandlungen geben – also keinen Zeitdruck.
Dagegen dämpfte Wirtschaftsberater Peter Navarro auf Fox News die Erwartungen. Der als Hardliner bekannte Navarro sagte, es gebe keinen Hinweis darauf, dass die Dezember-Zölle nicht in Kraft treten. Er ergänzte, es liege an den Chinesen, ob es einen Deal gebe oder nicht. Auch White House Chief of Staff Mick Mulvaney bestätigte, die Zölle hingen davon ab, wie sich die Verhandlungen entwickeln und schob immerhin ein, dass diese „pretty good“ verliefen. Wahrscheinlich wird das Ringen um einen Zoll-Deal bis zur Deadline am Sonntag anhalten. Volatilität ist also garantiert – gut für Sie, wenn Sie CFD handeln.

Abwarten in Asien

Vor diesem Hintergrund hielten sich die Anleger in Tokio im Seitenaus. Der Nikkei verlor 0,1 Prozent auf 23.392 Punkte. Der chinesische CSI-300 schloss nahezu unverändert mit 3.903 Punkten.

Zurückhaltung in New York

Der Handel verlief in New York verlief weitgehend undramatisch. Der Dow Jones schloss am Dienstag 0,1 Prozent tiefer bei 27.882 Zählern. Und auch der marktbreite S&P 500 gab um 0,1 Prozent auf 3.132 Zähler nach. Der Nasdaq 100 verlor ebenfalls 0,1 Prozent auf 8.354 Stellen.

Dämpfer für die Tories

Bleibt noch ein Blick auf das britische Pfund, das zuletzt leicht zurücksetzte auf 1,1855 Euro. Der Grund ist eine kalte Dusche für Premierminister Boris Johnson. Laut einer mit Spannung erwarteten letzten Umfrage vor der morgigen Wahl hat sich der Vorsprung der Tories an Sitzen im Unterhaus mehr als halbiert. Laut YouGov gewinnen die Konservativen noch 339 der 650 Sitze im House of Commons, 20 weniger als bei der vorherigen YouGov-Umfrage von Ende November. Labour kommt demnach auf 231, das sind 20 mehr als zuvor. Zudem legten kleinere Parteien zu. Alles in allem hatte die vorige Erhebung noch eine Mehrheit von 68 Abgeordneten für die Konservativen ergeben; nun gehen die Wahlforscher nur noch von einem Vorsprung von 28 Mandaten vor allen anderen Parteien aus. Da YouGov als extrem zuverlässig gilt, sieht das schon wieder stärker nach unklaren Machtverhältnissen und einem anhaltendem Brexit-Gewürge aus.

Das bringt der Tag

Das Event des Tages ist das Ergebnis der Sitzung der Federal Reserve um 20.00 Uhr. Kaum ein Broker erwartet aber nach drei Leitzinssenkungen einen erneuten Zinsschritt.

Zuvor laufen um 14.30 Uhr die US-Verbraucherpreise ein.

Zeitgleich werden die amerikanischen Realeinkommen gemeldet.

Um 16.30 Uhr veröffentlicht das US-Energieministerium seinen Ölbericht.

Alle Termine finden Sie hier: Market Mover

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!


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Morning Stock News

Warum wächst das Pfund und wann ist es zu Ende?

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Gold   1463,63
(-0,05%)

EURUSD   1,1088
(-0,04%)

DJIA   27910,50
(-0,03%)

OIL.WTI  58,94
(-0,25%)

DAX   13067,41
(+ 0,01%)

In den letzten dreieinhalb Jahren, seit dem Brexit-Referendum, fliegt das Pfund in beide Richtungen. Jetzt bewegt es sich wieder schnell nach oben und setzt mehrmonatige Höchststände. Warum? Die wichtigste Handelsidee sind die nächsten Wahlen zum britischen Parlament. Also, was ist das Besondere daran? Sie sind nicht die ersten und nicht die zweiten, oder?

GBP/USD Tages- Chart

trading-news-11.12.2019

Der Unterschied zwischen diesen Wahlen besteht darin, dass Boris Johnson und seine konservative Partei nach den Umfragen sie mit einer guten Trennung von der Labour Party gewinnen wird. Das bedeutet, dass sie in der Lage sein werden, die EU zu übernehmen und sich schließlich aus ihr zurückzuziehen.

Aber das ist schlecht für die britische Wirtschaft, nicht wahr? Ja! Es ist schlecht im Vergleich zum Aufenthalt in der Europäischen Union. Es ist jedoch viel besser als die Unsicherheit, die seit mehreren Jahren besteht und die bereits alle gestört hat.

Die Anleger sollten die eine oder andere Option sehen, aber nicht die Zwischenlösungen, die jetzt den Markt dominieren. Produzenten wollen die Spielregeln klar verstehen. Müssen sie für die Einfuhr von Komponenten aus der EU bezahlen und ob ihre Produkte bei der Ausfuhr dort Ausfuhrabgaben unterliegen werden? Und es gibt viele solcher Fragen, worauf alle klare und endgültige Antworten erwarten.

EUR/USD

Der Euro steigt am zweiten Tag weiter an und liegt wieder nahe am Niveau von 1.11. Bis zur Bekanntgabe der Ergebnisse der Sitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag werden keine starken Bewegungen erwartet.

INDIZES

Die globalen Aktienindizes sind seit dem Morgen gesunken. Dann drehten sie sich kräftig und liefen nach oben. Aus welchem Grund? Alle haben das Thema der Verhandlungen zwischen den USA und China satt. Die nächsten Handelszölle sollten am 15. Dezember eingeführt werden. Das ist ein freier Tag und eine große Lücke hätte am Montag entstehen können. Es wurde jedoch berichtet, dass die Regierung von Trump diesen Anstieg verschiebt, da die USA und China kurz vor der Unterzeichnung eines neuen Handelsabkommens stehen.

Was erwartet uns heute?

14.30 US-Verbraucherpreisindex für November
16.30 Veränderungen der Lagerbestände von Mineralölprodukten in den USA in der vergangenen Woche
20.00 Zusammenfassung der Konjunkturprognosen des US Federal Open Market Committee
20.00 FRS-Entscheidung über den Zinssatz
20.00 FRS comments on monetary policy

 


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Trading live chart

Verluste in der Woche der Entscheidungen

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10.12.2019 – Daily Report. Bloß nicht falsch positionieren. Die Anleger am deutschen Aktienmarkt halten sich angesichts der kommenden, teils epischen Weichenstellungen zurück. Zunächst steht am Mittwoch die Zinssitzung der Federal Reserve an. Am Donnerstag folgt der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank. Ebenfalls am Donnerstag läuft die Parlamentswahl in Großbritannien. Und am Sonntag lauert schließlich das Grande Finale: Dann drohen neue US-Strafzölle auf chinesische Güter.

Die 13.000 fällt

Die wichtigste Woche des Jahres läuft und die Broker am Frankfurter Aktienmarkt gehen in Deckung. Der deutsche Leitindex notierte am Dienstagvormittag 1,1 Prozent schwächer bei 12.961 Zählern. Schon am Montag war die Vorsicht auf dem Frankfurter Parkett zu spüren gewesen. Der DAX verabschiedete sich nahe seines Tagestiefs bei 13.105 Punkten, das war ein Verlust von 0,5 Prozent. So viel Abwarten ist durchaus verständlich.

Fed und EZB im Fokus

Bei Euro/Dollar und Treasurys sowie europäischen Anleihen dürfte sich diese Woche nur wenig ändern. Angesichts der zuletzt robusten Konjukturdaten gehen die meisten Experten davon aus, dass die Fed den Leitzins nicht antastet. Außerdem glaubten die meisten Broker, dass die neue EZB-Chefin Christine Lagarde den Leitzins bei der Sitzung am Donnerstag nicht antastet.

Brexit-Weichenstellung in Großbritannien

Am Donnerstag steht die Wahl im Vereinigten Königreich an. Das britische Pfund notierte mit 1,1878 zum Euro. Laut einer Umfrage des Instituts Survation bauten die Konservativen um Premierminister Boris Johnson ihren Vorsprung auf die oppositionelle Labour Party auf 14 Prozentpunkte aus – zuvor hatte das Institut noch 9 Prozentpunkte gemessen. Für das Pfund heißt dies wohl neue Stärke, da ein eindeutiger Brexit-Deal von Johnson zu erwarten ist – und damit das Ende der Unsicherheit rund um den EU-Ausstieg.

High Noon im Zollstreit

Am Sonntag geht es dann ans Eingemachte: Am 15. Dezember könnten die USA neue Strafzölle auf chinesische Einfuhren erheben. Zur Debatte stehen chinesische Importe im Wert von 160 Milliarden Dollar. China dürfte mit Gegenmaßnahmen antworten. Broker befürchten, dass der seit 17 Monaten schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und China eskaliert und damit das weltweite Wachstum weiter bremst. Wenn Sie online Aktien oder CFD handeln, dann wird es also richtig spannend: Falls es keinen Deal gibt, dürften Wall Street, DAX und Asien-Indizes abtauchen. Behalten Sie also die regelmäßigen Marktupdates im Blick und die Handelsplattform offen.
US-Landwirtschaftsminister Sonny Perdue verunsicherte gerade die Anleger. Er sagte, Präsident Donald Trump wolle zwar keine Zölle einführen; doch er wolle „Bewegung“ aus China sehen.

Schwache Daten aus China

Peking meldete derweil einmal mehr maue Konjunkturdaten. So sind die Erzeugerpreise im Reich der Mitte nach Angabe des Statistikamtes um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen. Die Börsianer zögerten: Der chinesische CSI-300 verbuchte am Morgen ein Plus von 0,1 Prozent auf 3.900 Zähler. In Tokio ging der Nikkei-Index 0,1 Prozent schwächer bei 23.410 Zählern aus dem Handel.

Minus in New York

Die Anleger in New York hatten am Vorabend vorsichtig agiert. Der Dow verlor 0,4 Prozent auf 27.910 Punkte. Der S&P 500 verabschiedete sich mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 3.136 Zählern. Und der Nasdaq 100 verlor 0,4 Prozent auf 8.363 Punkte.

Hedge Fonds und die Repocalypse

Als ob diese Woche für Trader nicht spannend genug wäre, hier ein interessanter Hintergrund. Die Bank of International Settlements erklärte gerade, dass auch Hedge Fonds den Interbankenmarkt in den USA im September austrockneten. Da große Fonds zunehmend in US Treasurys engagiert gewesen seien, sei der Bedarf für eine Cash-Leihe an kurzfristigen Krediten rapide gestiegen. Wir fragen uns, ob das kein Vorbote für kommende Probleme ist.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender ist am Dienstag nicht wirklich prall gefüllt.

Die Anleger analysierten zunächst die um 11.00 Uhr eingelaufenen ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland.
Um 14.30 Uhr stehen die US-Daten zur Produktivität im dritten Quartal an.
Und um 22.30 Uhr meldet das American Petroleum Institute die wöchentlichen Rohöllagerbestandsdaten.
Den Terminkalender finden Sie wie immer hier: Market Mover

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Die Ruhe vor dem Sturm?

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Gold   1462,27
(+0,05%)

EURUSD   1,1067
(+0,03%)

DJIA   27931,50
(+0,11%)

OIL.WTI  58,98
(+0,15%)

DAX   13079,44
(+ 0,01%)

Traditionell sind die Märkte am Montag, nach der Veröffentlichung der wichtigsten Arbeitslosenzahlen am Freitag in den USA, ruhig. Die Dynamik des Freitags und alle positiven Aspekte risikoreicher Anlagen sind irgendwo hingegangen, sodass Investoren Zeit haben, darüber nachzudenken, ob die Nachrichten vom Freitag wirklich so wichtig sind?

DAX30 Tages-Chart

DAX30 Day Chart

Auf der einen Seite zeigt die US-Wirtschaft wieder, dass sie auf dem Vormarsch ist. Auf der anderen Seite ist sie die einzige große Volkswirtschaft der Welt, die wächst. In der EU, Japan und Großbritannien sieht es düsterer aus.
Aber das Hauptproblem ist ein anderes. Der amerikanische Aktienmarkt wächst seit 10 Jahren in Folge. Nicht nur das, es zieht auch andere Aktienmärkte und riskante Anlagen mit sich. Was wird passieren, wenn Investoren beginnen, die Aktien amerikanischer Unternehmen massiv zu verkaufen? Niemand hat eine Antwort auf diese Frage.

EUR/USD

Mit einem Rückgang um 60 Pips am Freitag wollte der Euro nicht wieder auf das Niveau von 1,10 zurückkehren und konnte im heutigen, wenig volatilen Handel sogar leicht zulegen. Das EUR/USD-Paar ist stark vom negativen Swap betroffen. Gleichzeitig hat sich das Paar seit mehreren Monaten gegen einen Kursrückgang gewehrt. Dies ist möglicherweise ein sehr starkes zinsbullisches Signal, denn wenn ein Impuls entsteht, müssen eine Vielzahl von Shortcuts ihre Positionen massiv schließen.

GOLD

Gold befindet sich weiterhin im Korridor, der sich seit Anfang November 2019 gebildet hat. Es scheint, dass keine Nachricht das gelbe Metall über die Grenzen dieses Korridors hinaus schieben kann. Aber wir wissen sehr wohl, dass je länger der Markt eine minimale Volatilität aufweist, desto stärker wird die darauf folgende Bewegung sein.

INDIZES

Die Weltaktienindizes haben heute keine gewisse Dynamik gezeigt. Die Aufmerksamkeit der Anleger wird sich auf neue Daten richten, die während der Arbeitswoche veröffentlicht werden. Es sei auch daran erinnert, dass es bis zum Ende des Jahres tatsächlich 2 Wochen “ durchdachten Handel “ gibt. Als nächstes könnte sich der Markt unter dem Einfluss von Spekulanten, die in den letzten Tagen des Jahres die Macht übernehmen, abrupt in beide Richtungen bewegen.

Was erwartet uns heute?

02.30 Verbraucherpreisindex in China für November
10.30 Industrieproduktionsdaten für das Vereinigte Königreich für Oktober
10.30 Daten zum BIP Großbritanniens für Oktober
11.00 ZEW Stimmungsindex für das Geschäftsumfeld im Dezember

 


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Daily stock news

Auszeit nach der Job-Rally

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09.12.2019 – Daily Report. Der amerikanische Jobmotor brummt, die Wall Street liefert eine starke Vorlage für den Handel in Frankfurt. Die US-Indizes lauern knapp unter den Allzeithochs. Doch der DAX startet die Handelswoche vorsichtig. Weiter warten die Anleger auf Vollzug in Sachen Zollstreit.

Verschnaufpause in Frankfurt

Der DAX hielt sich am Montagvormittag 0,1 Prozent im Minus bei 13.148 Zählern. Der Indikator folgte damit den US-Futures auf Dow und S&P 500, die 0,1 Prozent zurücksetzten. Wer online Aktien handelt, tritt wieder einmal auf der Stelle. Und wer bei Deutschlands besten CFD Brokern engagiert ist, kann den Stillstand dank des Hebels dennoch für seine Trades verwenden.

Die Anleger ignorierten zuletzt positive Signale aus der deutschen Wirtschaft: Der Export legte im Oktober 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu. Angeschoben von der festen Wall Street hatte der DAX am Freitag um 0,9 Prozent auf 13.167 Punkte zugelegt. Die Wochenbilanz lag damit bei minus 0,5 Prozent.

Deshalb braucht Peking den Deal

Im Zollstreit traf derweil am Sonntag eine Meldung ein, die das Weiße Haus wohl mit Freude gelesen hat. Die Ausfuhren der Volksrepublik China sanken im November überraschend – und das schon den vierten Monat in Folge. Das Minus betrug im Vergleich zum Vorjahresmonat 1,1 Prozent, wie die Zollbehörde mitteilte. Die Exporte in die USA gingen um fast ein Viertel zurück. Insgesamt wächst die Konjunktur im Reich der Mitte so langsam wie seit fast 30 Jahren nicht mehr.
Aus der zweiten Reihe gab es derweil eine positive Wortmeldung zum Zoll-Deal: Laut Reuters sagte der chinesische Handelsstaatssekretär Ren Hongbin am Montag in Peking, man setze darauf, „so schnell wie möglich eine Einigung erzielen zu können, die alle Seiten zufriedenstellt.” Somit wartet der Markt weiter, ob Phase 1 vor dem 15. Dezember unterzeichnet wird. Falls nicht, wollen die USA neue Strafzölle auf chinesische Produkte verhängen.

Asien mit gemischter Tendenz

Der CSI-300 schloss am Morgen mit 0,2 Prozent im Minus bei 3.895 Zählern. Angesichts der großen pro-Demokratie-Demonstration am Sonntag in Hongkong ging der Hang Seng unverändert bei 26.495 aus dem Tag. In Japan legte der Nikkei dagegen um 0,3 Prozent auf 23.431 Zähler zu.

Starke Daten stützen Wall Street

Am Freitag hatten die Anleger an der Wall Street beherzt zugegriffen. Der Dow Jones Industrial gewann 1,2 Prozent auf 28.015 Zähler und legte damit den besten Handelstag seit gut zwei Monaten vor. Somit reduzierte der Index sein Wochenminus auf 0,1 Prozent. Dank der Performance trennen den Dow nur noch 0,5 Prozent von seinem am 27. November markierten Allzeithoch von 28.164 Zählern.

Der S&P 500 rückte am Freitag um 0,9 Prozent vor auf 3.146 Zähler. Und der Nasdaq 100 kletterte um 1,1 Prozent auf 8.397 Stellen. Die US-Indizes haben nun wieder kleinere Aufwärtsgaps gerissen. Sie ahnen es schon: Die Chartanalyse lehrt, dass solche Lücken normalerweise wieder geschlossen werden.

Der US-Jobmotor brummt

Der Grund für den Optimismus war vor allem der starke Job-Report. Im November sind in den USA außerhalb der Landwirtschaft 266.000 neue Stellen geschaffen worden. Die meisten Experten hatten nur mit 186.000 Arbeitsplätzen gerechnet. Außerdem sind die Löhne gestiegen; zugleich ist die Arbeitslosenquote auf 3,5 Prozent gefallen, das ist der tiefste Stand seit 1969. Auch das Conference Board meldete ein starkes Plus in seinem Indikator von 99,2 Punkte von 96,8 Zählern im November. Alle Daten finden Sie hier:Market Mover

Die Fed sieht sich bestätigt

Die US-Notenbank dürfte sich angesichts der starken Daten in ihrem Kurs bestätigt sehen. Abwarten war zuletzt die Devise. Und somit dürfte am Mittwoch in der letzten Sitzung in diesem Jahr der Leitzins wohl unverändert bleiben. Was den Dollar stützen dürfte.

OPEC+ kappt die Förderung

Die Anleger im Ölmarkt trauten dem jüngsten OPEC-Deal nicht, Brent verlor 0,4 Prozent auf 63,95 Dollar, WTI rutschte 0,3 Prozent ab auf 58,88 Dollar. Die OPEC+ hat nun offiziell eine Drosselung ihrer Ölförderung um weitere 500.000 Barrel pro Tag in den ersten drei Monaten 2020 beschlossen. Außerdem will Saudi-Arabien seinen Ausstoß um weitere 400.000 Fass täglich zurückfahren. Alles in allem kappen das Kartell und seine Alliierten damit den täglichen Output nach Angaben von Saudi-Arabien um 2,1 Millionen Barrel.

Das bringt der Tag

Der Terminkalender ist zum Wochenbeginn nur spärlich gefüllt.

Spannend dürfte es allenfalls um 16.00 Uhr werden, wenn in den USA der halbjährliche Wirtschaftsausblick des ISM einläuft.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

Morning Stock News

Werden gute Statistiken aus Amerika eine Neujahrsrallye starten?

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Gold   1461,32
(+0,08%)

EURUSD   1,1062
(+0,03%)

DJIA   27989,50
(-0,10%)

OIL.WTI  58,93
(-0,19%)

DAX   13174,82
(+ 0,01%)

Die erste Handelswoche im Dezember verlief positiv für den US-Dollar und die Börse. Gute Berichterstattung hat die Anleger zum Kauf ermutigt. In einem schwierigen Monat, wo das Schicksal des Vereinigten Königreichs entschieden wird, werden wir das Ergebnis der Handelsverhandlungen zwischen den USA und China sehen.

Tageschart S&P500

Tageschart S&P500

Der Ölmarkt wuchs nach dem OPEC-Treffen. Nicht alle Länder halten sich an das OPEC-Abkommen, derselbe Irak, der versprochen hat, die Produktion in diesem Jahr um 140.000 Barrel pro Tag zu reduzieren, diese jedoch um so viel erhöht hat.

EUR/USD

Der US-Dollar beendete die Woche mit einer sehr guten Entwicklung. Optimistische Daten zur US-Wirtschaft gaben dem Euro keine Chance. Am Freitag fiel der Euro/Dollar auf 1,1059.

GOLD

Gold folgt weiterhin dem Euro und wird erneut das Niveau von 1450 Dollar testen. Das Edelmetall konsolidiert sich immer noch zwischen den Niveaus von 1434-1354 US-Dollar und kann nicht höher Fuß fassen. Nur konkrete Informationen über die Verhandlungen zwischen den USA und China werden den Investoren den Weg weisen.

INDIZES

Der Freitag für die weltweiten Aktienindizes war sehr positiv. Vielleicht beginnt die traditionelle Weihnachtsrallye bereits jetzt. Nach den Konjunkturdaten aus den USA spürten die Anleger die Stärke und trieben die Indices erneut auf historische Höchststände.

Was erwartet uns heute?

08.00 Deutsche Handelsbilanz

 


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Trading city

Verhaltener Optimismus in Frankfurt

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06.12.2019 – Daily Report. Weiter rätseln die Anleger, wie es im Zollstreit zwischen China und den USA weitergeht. Am Morgen traf immerhin eine positive News aus Peking ein. Zuvor hatten Industriedaten aus Deutschland die Kauflaune gedämpft. Nun richten sich die Blicke auf den Jobbericht aus den USA am Nachmittag.

Moderates Plus für den DAX

Der deutsche Börsenindikator hielt sich zuletzt 0,2 Prozent im Plus bei 13.083 Zählern. Vorbörslich hatte es besser ausgesehen, doch dann liefen die Zahlen zur deutschen Industrieproduktion ein. Die Firmen hierzulande drosselten ihre Produktion im Oktober überraschend den zweiten Monat in Folge. Alles in allem stellten Industrie, Bau und Energieversorger 1,7 Prozent weniger her als im Vormonat. Umgehend kursierten wieder Rezessionsängste.

Gute Geste aus Peking

China sandte unterdessen ein Signal der Entspannung aus. Am Freitagmorgen meldete Reuters, dass Peking die Aufhebung einiger Importzölle auf Soja- und Schweinefleisch aus den USA angekündigt hat. Die Entscheidung basiere auf Anträgen einzelner US-Firmen, wie das Finanzministerium mitteilte. Allerdings gab es keine Aussage über das Volumen der Importe.

Soja und Schweinebäuche im Fokus

Überhaupt sollten sich Trader auf Soja und Schweinefleisch konzentrieren – denn die stehen im Auge des Zoll-Sturms. Am Donnerstag hatte das „Wall Street Journal“ berichtet, dass Agrar-Importe der Knackpunkt der Verhandlungen seien. US-Präsident Donald Trump erwarte von Peking zeitnah eine Order in Höhe von 40 bis 50 Milliarden Dollar bei US-Farmern. Im vorigen Jahr hatte China aber nur Güter im Wert von 8,6 Milliarden Dollar eingekauft. Zudem müsse laut Insidern die chinesische Führung diese Einkäufe öffentlich bekanntgeben, ohne jegliche Ausflucht unter Hinweis auf die Marktlage oder sonstige Handelsverpflichtungen. Trump will China also festnageln – wir sind gespannt.

Steigende Kurse in Asien

Die Anleger in China glauben offenbar an eine Einigung vor der Deadline 15. Dezember, wenn die neuen US-Zölle auf chinesische Produkte greifen sollen. So legten die Red Chips im CSI-300 um 0,6 Prozent zu auf 3.902 Zähler. Der Nikkei ging mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 23.354 Punkten ins Wochenende. Das ist ein Wochengewinn von 0,3 Prozent.

New York hält sich stabil

Die Anleger in den USA hatten sich am Donnerstag ebenfalls moderat optimistisch gezeigt. Der Dow Jones Industrial rettete 0,1 Prozent Gewinn über die Ziellinie und schloss bei 27.678 Punkten. Das jüngst gerissene Abwärtsgap im Dow ist nun wie erwartet fast komplett geschlossen. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie sehr man sich auf die Basics der Chartanalyse verlassen kann. Übrigens lockt nun von unten die 50-Tage-Linie, die bei 27.243 Punkten verläuft. Der S&P 500 schloss gestern 0,12 Prozent fester bei 3.117 Punkten und der Nasdaq 100 gewann 0,1 Prozent auf 8.308 Stellen.

Quoten-Hoffnung bei Erdöl

Derweil sollten Sie bei Erdöl die regelmäßigen Marktupdates im Auge und den Marktzugang offen halten. Im Raum steht eine weitere Förderkürzung. Russische Quellen sagten der Nachrichtenagentur Tass, dass es im ersten Quartal 2020 eine weitere Förderkürzung geben soll. Die Kappung soll von 1,2 Millionen Barrel auf 1,7 Millionen Barrel angehoben werden. Nun soll es bilaterale Gespräche darüber geben – und wohl auch über die Frage, ob sich die Schummler auch an ihre Quoten halten werden. Wir sind gespannt. Der Markt traut dem angeblichen Deal offenbar nicht, WTI gab 0,1 Prozent nach auf 58,37 Dollar, Brent wechselte unverändert für 63,38 Dollar den Besitzer.

Das bringt der Tag

Der Kalender am Freitag ist recht gut gefüllt, den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

Der wichtigste Termin wird um 14.30 Uhr der US-Arbeitsmarktbericht für November.

Um 16.00 Uhr folgt das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan.

Zeitgleich laufen die Lagerbestände des Großhandels ein.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades und ein erholsames Weekend!


Wichtige Hinweise:

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