Bernstein Bank Stock Market

 

15.03.2019 – Daily report. Die Börse kann so trügerisch sein wie ein spiegelglatter See vor dem Unwetter: Im frühen Handel am Freitag zeigte sich der DAX weitgehend bewegungslos. Doch es wäre ein Wunder, wenn das übliche hektische Tänzchen zum großen Verfallstag diesmal ausbliebe. Abwarten war zunächst wegen des Dauerstreits um den Brexit und in Sachen Zollstreit zwischen China und den USA angesagt.

Ruhe vor dem Sturm

Der DAX pendelte am Vormittag minimal im Plus über der Marke von 11.600 Zählern herum. Doch das könnte nur die Ruhe vor dem Sturm sein: Am Mittag und am Abend steht an der Terminbörse Eurex der große Quartalsverfall an. Am sogenannten „Dreifachen Hexensabbat“ laufen zunächst Futures und Optionen auf Aktienindizes aus. Zum Handelsschluss schließlich Futures und Optionen auf einzelne Aktien. Da der DAX in den vergangenen Tagen zwischen 11.500 und 11.700 pendelte, dürfte sich der heiße Tanz innerhalb dieser Grenzen bewegen. Behalten Sie also auf Ihrer Handelsplattform mit kostenlosen Realtimekursen diese Marken im Auge.

Ärger in Asien für Wirecard

Turbulenzen der ganz anderen Art musste am DAX-Ende Wirecard ausstehen: Laut einem Bericht im „Handelsblatt“ haben die Behörden in Singapur die indische Tochtergesellschaft von Wirecard ins Visier genommen. Ermittelt werde gegen Wirecard-Mitarbeiter und mehrere Gesellschaften des Konzerns unter anderem wegen Geldwäsche und Dokumentenfälschung.

Peking sorgt für Kauflaune

Weit angenehmere Nachrichten schickte die chinesische Führung über die Ticker: Ministerpräsident Li Keqiang brachte am Freitag auf einer Pressekonferenz zum Abschluss des Volkskongresses neue Stimuli ins Spiel. Konkret dachte er laut über niedrigere Zinsen nach und die Senkung der Mindestreserveanforderungen für die Banken – sie legt fest, wie viel Geld Kreditinstitute als Sicherheit bei der Zentralbank hinterlegen müssen. Und weiter sagte er: China werde keine Entlassungswellen zulassen. Daraufhin gewann der chinesische Blue-Chip-Index CSI 300 1,3 Prozent auf 3745 Zähler. In Japan kletterte der Leitindex Nikkei 225 um knapp 0,8 Prozent auf 21.451 Stellen.

Ernüchterung im Zollstreit

Die Wall Street hatte sich am Donnerstag weitgehend lethargisch gezeigt. Der Dow Jones verbuchte zum Handelsende ein kaum merkliches Plus von 0,03 Prozent auf rund 25.710 Punkte. Der Sammelindex S&P 500 gab dagegen um 0,1 Prozent nach auf 2808 Stellen. Und für den Nasdaq 100 ging es um 0,2 Prozent auf 7243 Zähler nach unten.
Die eingetroffenen News waren eher ein Show-Stopper: Die Zahl der verkauften Neubauten war im Januar überraschend gefallen. Dagegen legten die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärker als erwartet zu. Weiter wird es laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg in diesem Monat wohl nichts mit dem erhofften Zollabkommen zwischen China und den USA. US- Wirtschaftsberater Larry Kudlow hatte noch am Wochenende eine Einigung bis April für möglich gehalten.
Vielleicht vermögen ja die heutigen Konjunkturdaten Schwung in den Handel zu bringen: Um 14.15 Uhr meldet sich die Federal Reserve zur Industrieproduktion zu Wort und um 15.00 Uhr die Uni Michigan zum Konsumklima.

Neue Pirouette beim Brexit

Und was tut sich beim britischen Pfund? Hier ist die Lage zunächst entschärft worden. Am gestrigen Donnerstag stimmten die britischen Abgeordneten dafür, den eigentlich für den 29. März vorgesehenen Abschied von der EU um maximal drei Monate zu verschieben. Allerdings muss das Unterhaus bis Mittwoch dazu dem fertigen Ausstiegsvertrag mit der EU zustimmten. Genau dieses Abkommen haben die Abgeordneten aber schon zwei Mal abgelehnt. Klar ist also, dass nichts klar ist. Doch so bleibt immerhin die Spannung erhalten. Wir wünschen erfolgreiche Trades!

Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 76% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.