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10.04.2019 – Daily report. Leichtes Plus für den DAX am frühen Super-Mittwoch. Die bullishen Anleger hoffen auf neuen Schub durch einen Strauß voller Nachrichten. Denn mit der Europäischen Zentralbank (EZB), der Federal Reserve, mit US-Konjunkturdaten und dem EU-Gipfel zum Brexit ist der Tisch für aktive Investoren reich gedeckt. CFD-Trader sollten heute ihre Handelsplattform ganz besonders aufmerksam im Auge behalten.

Weichmacher für den Brexit

Zunächst steht das britische Pfund im Devisenmarkt im Fokus. Hier scheint ein harter, möglicherweise chaotischer Abschied der Briten aus der Europäischen Union vorerst abgewendet zu sein. Die europäischen Staats- und Regierungschefs wollen London auf ihrem Sondergipfel am heutigen Mittwoch wohl mehr Zeit für einen geordneten EU-Ausstieg geben. Das ging aus dem Entwurf der Abschlusserklärung hervor. Doch das hat seinen Preis: Das Vereinigte Königreich soll an der Europawahl Ende Mai teilnehmen. Wir sind gespannt, wie die Hardliner unter den Brexiteers darauf reagieren. Wann hier genau konkrete News einlaufen, war unklar.

Alles blickt auf die EZB

Ab 13.45 Uhr wird es spannend in Sachen Europäische Zentralbank. Die meldet dann das Ergebnis ihrer Ratssitzung. Eine Änderung im Leitzins von 0 Prozent erwartet kaum jemand. Und um 14.30 Uhr wird Mario Draghi der Presse erklären, ob die Geschäftsbanken mit neuen Entlastungen rechnen können. Vielleicht deutet der oberste Währungshüter sogar eine Wiederaufnahme der Anleihekäufe an. Jede Überraschung dürfte für Aufregung im Euro sorgen.
Italien und Spanien stehen besonders im Fokus der EZB, weil dort die Banken schwächeln. Einen Affront für die EU-Kommission lieferte gestern schon Italien: Die Regierung hat ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr deutlich gesenkt. Sie rechnet für 2019 nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von 0,2 statt 1,0 Prozent. Zugleich erhöhte Rom seine Defizitprognose. Die erwartete Neuverschuldung wurde von 2,04 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf 2,4 Prozent angehoben.

Fed und frische US-Konjunkturdaten

Dann spielt die Musik bei Dollar und US-Futures. Um 14.30 Uhr laufen die Verbraucherpreise ein und schließlich die Realeinkommen, beide für März.
Um 16.30 Uhr wechselt das Geschehen zum Energiemarkt: Dort wird die staatliche Energy Information Administration (EIA) die wöchentlichen Bestandsdaten der Rohöllager melden. Am heutigen Mittwoch sollte außerdem die OPEC ihren Monatsbericht veröffentlichen.
Auch der Abend bringt reichlich Lesestoff: Um 20.00 Uhr wird die Federal Reserve ihr Sitzungsprotokoll des Offenmarktausschusses vom 19./20. März veröffentlichen.

Verkehrte Welt in China

Aus Asien hatte es zuvor gemischte Vorgaben für den Frankfurter Handel gegeben. Der Nikkei 225 schloss in Tokio um 0,5 Prozent tiefer bei 21 688 Punkten. Dagegen verabschiedete sich in China der Mainland-Index CSI 300 mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 4.086 Zählern. Hier deuteten die Anleger flugs negative Nachrichten in positive um: Der Automobil-Verband China Passenger Car Association (PCA) meldete den zehnten Monat in Folge ein Minus bei den Verkäufen. Zuvor war der Automarkt zwanzig Jahre lang gewachsen. Die Börsianer hoffen nun auf Kaufanreize durch den Staat und einen gigantischen Nachhol-Effekt.

Enttäuschung in New York

In den USA hatten am Dienstag die Bären das Sagen. Der Dow Jones Industrial verlor 0,7 Prozent auf 26.151 Punkte. Der S&P 500 gab um 0,6 Prozent auf 2878 Stellen nach. Und für den Nasdaq 100 ging es um 0,4 Prozent auf 7568 Zähler bergab. Den Spielverderber spielte der Internationale Währungsfonds (IWF): Er senkte seine Schätzungen für das weltweite Wirtschaftswachstum 2019 – und zwar zum dritten Mal innerhalb weniger Monate. Für 2019 geht die Organisation nur noch von einem Plus von 3,3 Prozent aus. Das sind 0,2 Prozentpunkte als im Januar.
Wir sind gespannt, wie die Wall Street auf die eintreffenden Konjunkturdaten reagiert und wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handel!

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