Keine Impulse für den DAX

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05.07.2019 – Daily Report. Die Börse wartet auf die aktuellen Zahlen zum US-Arbeitsmarkt. Und auf die Rückkehr der Wall Street – der amerikanische Handel war wegen des „Independence Day“ tags zuvor geschlossen geblieben. Zudem enttäuschen Daten aus der deutschen Industrie. So tritt der DAX am Freitagmittag auf der Stelle.

Frankfurt läuft seitwärts

Kein Vorankommen am deutschen Aktienmarkt. Der DAX hat sich zuletzt mit minus 0,2 Prozent bei 12.610 Zählern gehalten. Am Donnerstag hatte der Leitindex bei 12.659 Punkten eine neue Jahresbestmarke aufgestellt und zugleich den höchsten Stand seit August 2018 erzielt. Kleiner Blick in die Chartanalyse: Der DAX sollte besser nicht unter der Marke von 12.519 Punkten schließen. Denn hier öffnet sich ein Gap – und Kurslücken werden normalerweise geschlossen.

Deutsche Industrie läuft nicht rund

Zuletzt noch ein Dämpfer für die Anleger: Die deutsche Industrie hat im Mai einen Auftragseinbruch hinnehmen müssen. Insgesamt seien 2,2 Prozent weniger Bestellungen als im Vormonat eingegangen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Ökonomen hatten wesentlich weniger erwartet. Somit ist klar: Die deutsche Industrie steckt in der Rezession. Was einige Broker flugs als Argument für eine anhaltend lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank umdeuteten.

Bond-Renditen tauchen ab

Damit bestätigte sich die Skepsis vieler Investoren. Entsprechend floss eine Menge Kapital auf der Suche nach einem sicheren Hafen in den Markt für europäische Staatsanleihen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag am Freitag mit minus 0,403 Prozent erneut unterhalb des aktuellen EZB-Einlagesatzes und nur knapp über ihrem Rekordtief vom Donnerstag. Der französische 10-Jahres-Bond hatte gerade die Rendite-Marke von minus 0,12 Prozent erreicht, belgische Zehnjährige notierten jüngst erstmals überhaupt im Negativzins und die italienische zehnjährige Staatsanleihe rutschte auf ein 14-Monats-Tief von 1,67 Prozent. Die vergleichsweise hohe Rendite der Italo-Bonds ist übrigens der Grund dafür, warum sich gerade kriselnde Geschäftsbanken noch immer mit solchen riskanteren Papieren eindecken.

Asien hält sich zurück

Angesichts der fehlenden Impulse von der Wall Street hatten sich auch die Anleger in Asien zurückgehalten, die Umsätze waren recht dünn. In Tokio kletterte der Nikkei 225 um moderate 0,2 Prozent auf 21.746,38 Punkte. Der Hang Seng verlor 0,1 Prozent auf 28.775 Stellen.

Neue Rekorde in New York

Am Mittwoch hatten die US-Indizes von Zinsfantasien beflügelt neue Rekorde markiert. Gleich drei der wichtigsten Indikatoren stürmten auf den Kursgipfel: Sowohl der Dow Jones Industrial als auch der S&P 500 und der Nasdaq 100. Der Dow schloss im verkürzten Handel vor dem Unabhängigkeitstag um 0,7 Prozent höher auf dem Schlussrekord von 26.966 Punkten. Für den S&P 500 ging es um 0,8 Prozent nach oben auf 2.996 Zähler. Der Nasdaq 100 gewann 0,7 Prozent auf 7.858 Punkte.

Das bringt der Tag

Heute Nachmittag steht der konjunkturelle Höhepunkt der Börsenwoche an: Gemeldet wird um 14.30 Uhr der offizielle US-Arbeitsmarktbericht für den Monat Juni. Sollte der Bericht allzu positiv ausfallen, dürfte dies die Luft aus den Zinshoffnungen der Anleger herauslassen. Sollten umgekehrt die Zahlen zu Beschäftigung und Löhnen aber moderat enttäuschen, könnte das die Erwartung sinkender Leitzinsen in den USA anfeuern und die Aktienkurse weiter nach oben treiben.

Ansonsten ist der Kalender nur spärlich gefüllt. Die Bernstein-Bank wünscht allen CFD-Tradern und Anlegern im Online-Aktienhandel erfolgreiche Investments!

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