EZB und China bremsen den DAX

Aktienmarkt

 

10.09.2019 – Daily report. Nur nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden. Denn am Donnerstag meldet sich die Europäische Zentralbank zu Wort. Zudem bremsen schlechte Daten aus China die Kauflaune. Ergo wartet der weltweite Handel ab. Auch die Aktionäre in Frankfurt halten sich zurück.

Vorsicht in Frankfurt

Dieser Tag dürfte eher ruhig ausfallen, sofern es keine unerwarteten Wortmeldungen aus der Politik gibt – etwa in Sachen Brexit oder Zollstreit China/USA. Denn das bestimmende Thema war die kommende EZB-Sitzung, beziehungsweise das Warten darauf. Zwar halten es die meisten Anleger für sicher, dass die Notenbank am Donnerstag den Zins für Einlagen bei der Notenbank senkt. Unklar ist dagegen, wie groß der Schritt ausfällt und ob EZB-Chef Mario Draghi außerdem eine Wiederaufnahme der Wertpapierkäufe ankündigen wird. Somit setzte der DAX im frühen Handel um 0,3 Prozent zurück auf 12.196 Zähler.

Autoaktien im Fokus

Die Blicke der Anleger richteten sich derweil auf die Autoaktien und auch nach Frankfurt, wo die IAA mit dem Pressetag anläuft. Das dürften Sie in den kommenden Tagen in den deutschen Massenmedien erwarten: glühende Berichte über fantastische Elektroautos und kritische Kommentare darüber, dass sich die deutsche Autoindustrie einfach nicht schnell genug wandelt. Und was sagt König Kunde dazu? Wir werden es am Interesse auf der IAA und an den Verkaufszahlen sehen. Natürlich wird sich die E-Strategie auf die Börsenkurse auswirken.

Dämpfer aus China

Für Skepsis an den Börsen sorgten unterdessen Zahlen aus der chinesischen Industrie – sie musste im August die stärksten Preissenkungen seit drei Jahren vornehmen. Die Erzeugerpreise schrumpften um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt in Peking mitteilte. Die Nachfrage sinkt also. Das gleiche Bild bei den Autos, der Absatz im August stockte. Den Überblick über alle Daten finden Sie wie immer hier: Market Mover
Daraufhin setzte in China der CSI-300 um 0,4 Prozent zurück auf 3.956 Zähler. Eine kleine Meldung in Sachen Zollstreit wurde kaum beachtet: Huawei Technologies zog seine Klage gegen die US-Regierung wegen Beschlagnahme von Equipment zurück. In Japan schloss dagegen der Nikkei mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 21.392 Punkten.

Abwarten in New York

Auch die Wall Street hatte sich am Vorabend uneinheitlich präsentiert. Der Dow Jones schloss 0,1 Prozent höher bei 26.835 Punkten. Der S&P 500 verabschiedete sich quasi unverändert bei 2.978 Zählern. Und der Nasdaq Composite sank 0,2 Prozent auf 8.087 Stellen.

Pause vom Brexit-Theater

In Großbritannien kehrt mit der Zwangspause des Parlaments zunächst einmal ein wenig Ruhe im Brexit-Theater ein. Queen Elisabeth II. setzte das Gesetz in Kraft, das Premier Boris Johnson verpflichtet, eine dreimonatige Verschiebung des Brexit bis Ende Januar zu beantragen, sofern er bis zum 19. Oktober kein Austrittsabkommen erzielt. Johnson will sein Land aber auf jeden Fall wie vorgesehen Ende Oktober aus der EU führen, wenn es sein muss auch ohne Abkommen. Außerdem hat das britische Parlament hat zum zweiten Mal innerhalb einer Woche einen Antrag von Johnson auf Neuwahlen abgelehnt. Nun dürfte auch der letzte Wähler auf der Insel verstanden haben, dass die Politfunktionäre im Parlament nicht am Willen des Volkes interessiert.

Was ist der britische Wähler auch dumm: Welches Land, das noch bei Trost ist, würde es riskieren, die weltgrößte Handelsunion zu verlassen und den Alleingang zu wagen? Welcher Staat würde sich im Vertrauen auf seine eigene Kraft von einem politischen Block verabschieden, der ihn finanziell melkt und ihm Gesetze aufzwingt, die ihm nicht passen? Richtig: Die Vereinigten Staaten von Amerika im Jahr 1776. Wir zitierten aus einem Leserbrief in einer englischen Zeitung. Ansonsten gilt: Die Opposition dürfte sich während der fünfwöchigen Pause formieren, behalten Sie die Lage beim britischen Pfund auf Ihrer Handelsplattform stets im Blick.

Das bringt der Tag

Still ruht der See an diesem Dienstag. Im Terminkalender finden sich keine wirklich wichtigen großen Termine, was für einen ruhigen Handel spricht. Doch auch mit kleinen Bewegungen können Sie ja dank des Hebels mit CFD gute Gewinne erzielen – auch in kleinen Nischen des Marktes.
Allenfalls die JOLTS-Daten zu den Stellenangeboten in den USA könnten die Wall Street oder den Devisenhandel um 16.00 Uhr interessieren.

Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

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