Endlich zieht auch der DAX an

Trading numbers

27.11.2019 – Daily Report. Die Wall Street hält sich in Rekordhöhe. Und diesmal ziehen die Börsianer in Frankfurt nach in Richtung Jahreshoch. Denn im Zollstreit zwischen China und den USA soll nun ganz bestimmt in Kürze ein Abkommen bevorstehen. Auch bei der türkischen Lira wiederholt sich ein altbekanntes Muster. Was die Bullen extremst beunruhigen sollte – und Futter für die Bären sein könnte.

Der DAX legt zu

Zuletzt notierte der deutsche Leitindex 0,6 Prozent im Plus bei 13.311 Punkten. Der MDAX markierte derweil bei 26.632 ein neues Verlaufshoch. Zuletzt hielt sich der Index der mittelgroßen Werte noch 0,2 Prozent im Plus bei 27.603 Stellen. Angesichts der Fülle an US-Konjunkturdaten, die vor Thanksgiving anstehen, war die Entwicklung erstaunlich. Doch die Broker wollten sich nicht im Seitenaus finden, falls plötzlich die Kursrakete zünden sollte.

Immer wieder Zoll-Optimismus

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump einmal mehr die Laune der Börsianer im weltweiten Handel gehoben. Er merkte an, die Vereinigten Staaten steckten „in den letzten Geburtswehen eines sehr wichtigen Abkommens.“ Und weiter: Die Gespräche liefen „sehr gut“. Zuvor hatte schon die Regierung in Peking erklärt, mit den Vereinigten Staaten einen Konsens in relevanten Problemen erzielt zu haben. Tatsächlich wird es Zeit für die Chinesen, denn in der zweiten Dezemberwoche läuft die Economic Work Conference – auf dieser geschlossenen Veranstaltung stellt die Führung die Weichen für die Volkswirtschaft in den kommenden zwölf Monaten.

Gemischtes Bild in Asien

Dennoch setzte der chinesische CSI-300 um 0,4 Prozent zurück auf 3.876 Zähler. Der Grund dafür ist ein heftiger Gewinneinbruch im Oktober in der chinesischen Industrie: Demnach rutschten die Profite im Jahresvergleich um 9,9 Prozent, nachdem sie schon im September um 5,3 Prozent gesunken waren, wie das National Bureau of Statistics mitteilte. In Hongkong hielt sich der Hang Seng mit 0,2 Prozent im Plus bei 26.954 Zählern. Der Nikkei in Tokio gewann 0,3 Prozent auf 23.438 Zähler. Tags zuvor hatte der Index im Verlauf ein neues Jahreshoch bei 23.608 Stellen markiert.

New York will weiter nach oben

Am Abend zuvor hatte die Hoffnung auf eine Lösung im Zollkonflikt den Dow Jones klar über die Marke von 28.000 Zählern gehoben – im Verlauf hatte der Index einmal mehr ein neues Rekordhoch bei 28.146 erreicht. Zur Schlussglocke notierte der Leitindex 0,2 Prozent im Plus bei 28.122 Punkten, das war das 14. Rekordhoch in kurzer Zeit. Auch der S&P 500 gewann 0,2 Prozent auf 3.141 Zähler und der Nasdaq 100 rückte um 0,2 Prozent auf 8.386 Stellen vor.

Rette sich wer kann

Und damit kommen wir zu einem interessanten Event in der Türkischen Lira. Einmal mehr hat sich Präsident Recep Tayyip Erdogan zur Devise geäußert. Er forderte am Dienstag von den Türken, sich von ihren Dollars zu trennen und in einem Akt des Patriotismus gegen die heimische Lira zu tauschen – die werde nicht mehr an Wert verlieren, versicherte er im Parlament. Bei manchen Assets hilft keine Chartanalyse mehr. Sondern ein Blick zurück – abgesehen von der Tatsache, dass USDTRY gerade eine bullishe Flagge ausbildet. Das grandiose Blog ZeroHedge hat netterweise aufgelistet, was bei früheren solcher Aufforderungen geschehen ist.

Das bringt der Tag

Wenn Sie CFD in Dollar, US-Börsen, DAX oder US-Treasuries handeln, dann wird heute ein interessanter Tag. Der Terminkalender ist prall gefüllt, den Überblick finden Sie wie immer hier: Market Mover

Zunächst läuft um 14.30 Uhr das amerikanische BIP in Q3 ein, 2.Veröffentlichung.

Zeitgleich freuen sich Broker über den privaten Konsum in Q3, ebenfalls 2. Veröffentlichung.

Zugleich werden die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gemeldet.

Nach einer kleinen Pause folgen um 16.00 Uhr die privaten Einkommen und Ausgaben im Oktober.

Dito die schwebenden Hausverkäufe im gleichen Monat.

Um 16.30 Uhr bewegt vielleicht der wöchentlicher Ölbericht WTI.

Und zu guter Letzt dürften Sie ab 20.00 Uhr das Beige Book analysieren.


Wichtige Hinweise:

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie alle korrelierenden Risiken vollständig verstanden haben. Lassen Sie sich gegebenenfalls von unabhängiger Seite beraten.

CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 78% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.