Bayer versenkt den DAX

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20.03.2019 – Daily report. Herber Nackenschlag für die Frankfurter Börse am Mittwoch: Die Bayer-Aktie stürzte zweistellig ab, das DAX-Schwergewicht zog damit den Leitindex nach unten. Ansonsten stehen die Anleger weitgehend regungslos an der Seitenauslinie. Dann am Abend meldet sich die Federal Reserve zu Wort.

DAX wieder unter 11.700

Kein schöner Tag für die Bullen: Der DAX hat den frühen Mittwochshandel mit einem Minus von 0,9 Prozent begonnen, damit ist der Index mit einem Abtauchen bis auf 11.678 Zähler wieder unter die Marke von 11.700 Zählern abgerutscht. Am Vortag hatte der Index mit 11.823 Punkten den höchsten Stand seit vergangenem Oktober markiert. Die meisten Aktien waren weitgehend unauffällig, insgesamt herrschte wenig Bewegung. Was Sie nicht stören sollte, wenn Sie mit CFD handeln, denn dann können Sie auch kleine Ausschläge dank des Hebels nutzen.

Bayer verliert zweistellig

Und nur eine Aktie stach im DAX heraus: Bayer. Die Aktie stürzte zeitweise um 12 Prozent ab. Bayer ist im DAX mit fast 7 Prozent eines der Schwergewichte. Der Konzern musste in einem Teilprozess der US-Tochter Monsanto um mögliche Krebsrisiken des Glyphosat-haltigen Unkrautvernichters Roundup eine Niederlage hinnehmen. Die Geschworenen in San Francisco kamen am Dienstag einstimmig zu dem Schluss, dass Roundup einen „erheblichen Faktor“ bei der Entstehung der Krebserkrankung eines Klägers ausgemacht habe. Das könnte also teuer werden für den Bayer-Konzern, der sich mit dem Kauf von Monsanto den direkten Marktzugang, aber sicher kein juristisches Desaster einhandeln wollte. In der nächsten Phase des Prozesses wird die Frage nach der Höhe des Schadenersatzes geklärt.

Kaum Bewegung in Asien

In Asien hatten sich die Anleger am Mittwochmorgen ins Seitenaus verzogen. Der chinesische Blue-Chip-Index machte zwischenzeitliche Verluste wett und schloss unverändert bei 3.835 Stellen. Der japanische Nikkei-Index kletterte leicht um 0,2 Prozent auf 21.609 Zähler. Natürlich kreisten die Hoffnungen der Anleger weiter um den schnellen Abschluss eines Zollabkommens zwischen China und den USA. Danach sah es zuletzt nicht aus. Nun meldete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Insider, dass in der nächsten Woche eine hochrangige US-Delegation nach Peking reisen wird. Das Ziel sei eine Vereinbarung bis Ende April.

New York richtungslos

Schon die Broker in den USA hatten am Dienstag vor dem heutigen großen Fed-Event abgewartet. Der Dow Jones Industrial fiel im späten Handel knapp ins Minus und schloss 0,1 Prozent leichter bei 25. 887 Punkten. Der marktbreite S&P 500 ging fast unverändert bei 2833 Stellen aus dem Handel. Die Hightech-Aktien im Nasdaq 100 zogen dagegen um 0,3 Prozent an auf 7349 Zähler. Insgesamt also keine klare Linie in New York.

Alles wartet auf die Fed

Kein Wunder, denn vor den großen News will sich niemand auf der falschen Seite positionieren. Einen Zinsschritt der Fed erwartet kaum ein Broker. Die Anleger interessieren sich vor allem für die Projektionen der US-Notenbank. Diese wurden zuletzt im Dezember vorgelegt: Die Fed hatte damals bis Ende 2020 noch drei weitere Zinsanhebungen signalisiert. Die meisten Analysten gehen davon aus, dass diese Prognose nun auf ein bis zwei Zinsschritte reduziert wird. Also: Heute Abend um 19 Uhr deutscher Zeit wird es also spannend. Der Tag liefert ansonsten wenig wirklich bewegende Termine. Um 15.30 Uhr die US-Daten zu den Rohöllagerbeständen in den USA über die Bildschirme.

Neue Brexit-Schleife

Derweil harren Trader im britischen Pfund der Dinge im Brexit-Tauziehen. Medienberichten zufolge will die glücklose Premierministerin Theresa May eine Verschiebung des eigentlich für den 29. März geplanten Austritts um drei Monate. Dazu wolle sie einen Brief nach Brüssel schicken. In der Zwischenzeit wolle sie ein finales Abkommen durchs Parlament bringen. Wir sind gespannt, wie es hier weitergeht und wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihren Trades!

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